VIGO, SPAIN - AUGUST 11:  Sandro Schwarz the manager of Mainz 05 looks on prior to the pre-season friendly match between Celta de Vigo and Mainz 05 at Estadio de Balaidos on August 11, 2018 in Vigo, Spain.  (Photo by Quality Sport Images/Getty Images)

Die Voraussichtliche Aufstellung von Mainz 05 gegen Erzgebirge Aue

Die lange Wartezeit hat für die Fans des 1. FSV Mainz 05 ein Ende. Am Samstag treffen die Mainzer um 18:30 Uhr in der ersten Hauptrunde des DFB Pokals auf Erzgebirge Aue. Dort wollen die Profis unbedingt eine Blamage verhindern - diese elf Spieler könnten es richten.

11. TW: Florian Müller

Die Torwartfrage beim FSV Mainz 05 wurde am Mittwoch beantwortet: Florian Müller wird in die neue Saison als Nummer eins gehen. Der 20-jährige Junioren-Nationalspieler nutzte in der vergangenen Spielzeit seine Chance in herausragender Art und Weise, als er gegen den Hamburger SV zum Einsatz kommen durfte und Mainz im Alleingang einen Punkt sicherte. Die restlichen Torhüter im Kader bis auf Rene Adler haben sich zwar seitdem wieder  zurückgemeldet, Müller bekommt aber dennoch vorerst den Stammkeeper-Status. Ihm wird zugetraut, einen ähnlichen Karriereweg wie Loris Karius einschlagen.

10. RV: Daniel Brosinski

Eine sehr wichtige Konsequenz der Verpflichtung von Aarón Martín ist die Tatsache, dass Daniel Brosinski auf seine angestammte Position auf der rechten defensiven Außenbahn zurückkehren darf. Der 30-jährige Rechtsverteidiger ist seit seiner Verpflichtung vor vier Jahren einer der konstantesten Spieler im Mainzer Kader und dürfte nach wie vor gesetzt sein. Mit dem Kauf von Philipp Mwene in diesem Sommer zeichnet sich zudem ab, dass man bei den Rheinhessen langfristig nicht mehr mit Giulio Donati plant, der in fußballerischer Hinsicht nicht immer überzeugen konnte. Da aber derzeit keine Interessenten für den Italiener in Sicht sind, könnte er vorerst die kommende Hinrunde weiter beim Bundesligisten verbringen. Sandro Schwarz wird aber trotz dieses Umstands auf Brosinski setzen, was er schon bei den vergangenen Testspielen mit der vergebenen Spielzeit stark andeutete. 

9. IV: Stefan Bell

An Stefan Bell führt in der Startelf kein Weg vorbei. Der 26-jährige Innenverteidiger erwies sich bereits in vielen wichtigen Spielen als wichtige Kopfballpräsenz im Strafraum und übernimmt in Abwesenheit von Niko Bungert die Aufgaben eines Kapitäns. Die neue Saison dürfte aber für ihn noch interessanter sein, da es in dieser Saison erneut Fluktuation in der Abwehr gab, was Zugänge und Abgänge anbelangt. Der langjährige Mainzer darf sich in seiner Rolle nicht allzu sicher fühlen. 

8. IV: Moussa Niakhate

Neben Bell wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Moussa Niakhaté auflaufen. Dies entspringt der Tatsache, dass die beiden in den letzten Testspielen gemeinsam am meisten eingesetzt wurden. Zudem hat Schwarz nach der Verletzung von Alexander Hack nicht viele andere Möglichkeiten. Niakhaté wurde in diesem Sommer eigentlich nicht als sofortiger Hoffnungsträger geholt, den Umständen bedingt könnte der 22-jährige Franzose aber eine ähnliche Entwicklung wie Abdou Diallo einschlagen. Ahmet Gürleyen ist eine weitere interessante Option, die aber nur sehr sporadisch in der Vorbereitung eingesetzt wurde. Das 19-jährige Eigengewächs könnte zumindest einen Platz auf der Bank bekommen.

7. LV: Aaron

Komplettiert wird die Abwehr auf der linken defensiven Außenbahn mit dem nächsten Neuzugang, Aarón Martín. Der 21-jährige Spanier wird wahrscheinlich im Alleingang dafür sorgen, dass Mainz in der Defensive nur noch mit einer Viererkette auflaufen wird. Obwohl er erst vor zwei Wochen gekauft wurde, ist Martín ein direkter Startelfkandidat. Sein Potenzial und seine immense Qualität zeigen, wie lange Mainz für die Besetzung dieser Position geplant hat. Schwarz ist vom U21-Nationalspieler komplett begeistert, was man einem Zitat der offiziellen Vereinsseite entnehmen kann: "Er hat eine sehr gute fußballerische Qualität, ist giftig und gut ausgebildet in Spanien. Aarón hat viele Spiele auf sehr hohem Niveau in der spanischen Liga absolviert, er ist U21- Nationalspieler. Es ist außergewöhnlich, dass er sich für uns und unsere Idee entschieden hat."

6. ZdM: Jean-Philippe Gbamin

In der Defensive wird es wohl keine einzige Überraschung geben, im Mittelfeld wird die Geschichte aber interessanter. Nicht nur das gesetzte Personal ist unklar, sondern auch das System. Mainz wird im "4-3-3, im 4-4-2 oder im 4-2-3-1" spielen, wie Schwarz auf der Pressekonferenz vom Donnerstag erklärte. Außer der defensiven Viererkette ist also nichts sicher. Eines ist aber zumindest klar: Jean-Philippe Gbamin wird spielen. Ob als alleiniger Sechser oder auf der Doppel-Sechs, der Ivorer ist mit seiner Lufthoheit, Übersicht, Passqualität und Zweikampfstärke im Mainzer Spiel unersetzlich.

5. ZM: Pierre Kunde

Danny Latza wäre eigentlich neben Gbamin gesetzt, der 28-jährige Mittelfeldspieler ist jedoch wegen Adduktorenproblemen außer Gefecht gesetzt. Die nächstbeste Option ist wohl Pierre Kunde, der in diesem Sommer für nicht wenig Geld von Atletico Madrid geholt wurde. Beim aussagekräftigen Testspiel gegen Celta Vigo vor einer Woche bekam der 23-jährige Kameruner den Vorrang gegenüber dem letztjährigen 20-jährigen Durchstarter Ridle Baku. Zwischen den beiden dürfte sich aber im Verlaufe der Saison ein interessanter Zweikampf um die verfügbare Spielzeit entwickeln.

4. ZM: Alexandru Maxim

Alexandru Maxim, der eine schwache Debütsaison spielte und seinen Platz auch wegen Systemumstellungen ohne eine klassische Zehnerrolle verlor, möchte sich auf der Acht neu beweisen und wäre deshalb die nächste Variante in einem 4-3-3 oder in einem 4-2-3-1 als Spielmacher.

3. LF: Robin Quaison

Zweifel über ein System mit zwei Sturmspitzen kommen eigentlich direkt bei der Übersicht der verfügbarer Offensivkräfte auf. Anthony Ujah und Neuzugang Jean-Philippe Mateta, die in dieser Vorbereitung übrigens einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sind die beiden einzigen Neuner im Kader derzeit. Man darf aber auch nicht vergessen, wie viele gute Spiele Robin Quaison in der vergangenen Saison als Stürmer ablieferte. Der 24-jährige Schwede hat viel Potenzial im Abschluss und kann sein Dribbling mitsamt Ballbehandlung in engen Räumen bisweilen gut im Strafraum einsetzen. Der Schwede könnte über die linke Offensivseite beginnen.

2. RF: Pablo de Blasis

Der Argentinier möchte den Verein eigentlich Richtung Spanien verlassen, tut sich aber derzeit mit der Vereinssuche nicht besonders leicht. Da er zuletzt in der Vorbereitung richtig aufdrehen konnte, dürfte de Blasis trotz dem jüngsten Wechsel-Wirrwarr für Schwarz ein ernsthafter Startelf-Kandidat sein. 

1. ST: Jean-Philippe Mateta

Der 21-jährige Franzose ist ein weiterer klassischer Schröder-Kauf - in der Offensive gelangen dem Kaderplaner allerdings die wenigsten Glücksgriffe. Dies könnte sich mit Mateta ändern, den Schwarz als seinen "Straßenköter" bezeichnete. Neben seinen physischen Präsenz besticht Mateta durch Emsigkeit, Spielintelligenz und Abschlussqualität. Ujah, der eine schwache vergangene Rückrunde spielte, wird es ihm aber nicht leicht machen.