Für Werder Bremen steht am kommenden Wochenende das erste Pflichtspiel auf dem Programm, wodurch für Trainer Florian Kohfeldt wieder "ein ganz anderes Kribbeln" als noch in der Vorbereitung beginnt. Der 35-Jährige freut sich auf die kommende Aufgabe bei Wormatia Worms und geht selbstbewusst an die Partie heran, wollte jedoch nichts im Bezug auf die mögliche Aufstellung verraten.


In den vergangenen Jahren war der SV Werder Bremen kein Freund des DFB-Pokals. Zwischenzeitlich ​schied man drei Mal in Folge bereits in d​er ersten Runde aus, letztmalig verpasste man in der Saison 2016/17 den Sprung in Runde zwei. Am Samstag (15:30 Uhr) geht es gegen den Regionalligisten Wormatia Worms, den Florian Kohfeldt genaustens unter die Lupe genommen hat, wie sich auf der Pressekonferenz herausstellte: "Sie versuchen, sehr kompakt zu spielen, spielen in der Regel mit zwei Stürmern. Sie haben einen klaren Zielspieler mit Dimitrios Ferfelis und einen kleineren, wendigeren Spieler mit Giuseppe Burgio drumherum."

Zudem verfüge die Mannschaft von Steven Jones dank Spielern wie Cedric Mimbala oder Andreas Glockner über Spieler mit viel Erfahrung, weshalb Kohfeldt weiß: "Das sind alles Spieler, die genau wissen: Wann ist der Moment in so einem Spiel, wann du als Underdog zupacken musst." Daher habe man sich die Mannschaft "sehr genau angeguckt", um Fehler bestmöglich zu vermeiden.


"Ich glaube, das Nachrücken und Zuordnen in der Konterabsicherung und in der Vorbereitung des Gegenpressings ist ein ganz wichtiger Moment, um eben nicht diese einen oder zwei Konter zu kriegen, die für so ein Pokalspiel typisch sind", so Kohfeldt über die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft. Allerdings habe er noch einen zweiten taktischen Schwerpunkt ausmachen können: Nämlich, "wie man eventuell gegen einen etwas tiefer stehenden Gegner Lösungen findet".

Auffällig ist, dass der Erfolgstrainer der Bremer nichts dem Zufall überlassen will, und das aus gutem Grund: "Es ist ein Pflichtspiel. Unser erstes Pflichtspiel und wir bereiten uns genauso vor, wie auf ein Bundesligaspiel." Man müsse "in den Modus kommen, der uns letzte Saison ausgezeichnet hat." Sprich: Die Mannschaft soll mutigen, offensiven Fußball zeigen und sich keineswegs vor dem Gegner verstecken.


Fast alle Spieler an Bord - Kohfeldt hält sich alle Möglichkeiten offen


Verzichten müssen die Bremer am Samstag lediglich auf ​Martin Harnik  und ​Kevin Möhwald, beide erlitten einen Muskelfaserriss. Der Rest der Mannschaft wird dabei sein, so auch Sebastian Langkamp: "Basti trainiert heute wieder mit. Er hatte eine Fleischwunde am Knie, weshalb wir ihm einen Tag länger für die Wundheilung gegeben haben", wurde Kohfeldt auf der vereinseigenen Website zitiert.

Auch Claudio Pizarro werde im Kader stehen, doch man wolle sich keinesfalls in die Karten schauen lassen. "Gut möglich, dass die Aufstellung gegnerbezogen sein wird", lautete der einzige Kommentar. Daher scheint noch völlig offen, wer auflaufen wird und wer zunächst auf der Bank Platz nehmen muss.