FRANKFURT, GERMANY - OCTOBER 25: Ebbe Sand, Christian Poulsen, Marcelo Bordon and Lincoln of Schalke look dejected after losing the DFB German Cup second round match between Eintracht Frankfurt and Schalke 04 at the Commerzbank Arena on October 25, 2005 in Frankfurt, Germany.  (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Schalke 04: Die fünf peinlichsten Niederlagen im DFB-Pokal der jüngeren Geschichte

Die neue Saison ist in den unteren Ligen bereits voll im Gange, doch die Bundesligisten greifen erst am kommenden Wochenende ein, wenn die erste Runde des DFB-Pokals vor der Tür steht. Der FC Schalke 04 erreichte in der abgelaufenen Saison das Halbfinale, scheiterte dort jedoch knapp an Eintracht Frankfurt und wartet daher auf den ersten Titelgewinn seit 2011.


In der Vergangenheit lief es jedoch nicht immer rund bei den 'Knappen', die ein ums andere Mal bereits frühzeitig ihr Abenteuer im Pokalwettbewerb beenden mussten und teils deftige Niederlagen in den ersten beiden Runden kassierten. Im Folgenden präsentieren wir daher die fünf peinlichsten Pleiten der Schalker in der ersten und zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals.

1. 1:2 gegen Dynamo Dresden - 2014/15 (1. Runde)

In der ersten Runde des DFB-Pokals in der Saison 2014/15 trafen die Schalker auf den damaligen Drittligisten Dynamo Dresden. Die Aufgabe gegen die Sachsen nahm Trainer Jens Keller durchaus ernst, weshalb er seine beste Elf aufs Feld schickte - allerdings vergebens.


Justin Eilers erzielte nach 24 Minuten die Führung für Dynamo, ehe Nils Teixeira kurz nach dem Beginn des zweiten Durchgangs erhöhte. Innenverteidiger Joel Matip erzielte in der 78. Minute das Anschlusstor, zu mehr reichte es jedoch nicht.


Die Niederlage bedeutete den Anfang vom Ende für Jens Keller, der nach seiner Beförderung von der U-17 zu den Profis im Dezember 2012 stets viel Kritik einstecken musste. Nach der 1:2-Niederlage am siebten Spieltag der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim wurde er schlussendlich entlassen und durch Roberto Di Matteo ersetzt.

2. 2:4 n.V. gegen den 1. FC Köln - 2006/07 (2. Runde)

In der Bundesliga verlor der FC Schalke aufgrund einer 0:2-Niederlage bei Borussia Dortmund am 33. Spieltag die Meisterschaft an den VfB Stuttgart, doch im DFB-Pokal war bereits frühzeitig Schluss. Nachdem man noch in der ersten Runde mit 9:1 gegen die zweite Mannschaft von Hansa Rostock gewann, folgte als nächster Gegner der 1. FC Köln, der in der Vorsaison als Vorletzter der Tabelle in die zweite Liga abstieg.


Im heimischen Rhein-Energie-Stadion erwischte der 'Effzeh' den besseren Start und lag nach einem Eigentor von Dario Rodriguez sowie dem darauffolgenden Treffer Milivoje Novakovic bereits nach 36 Minuten mit 2:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Peter Lövenkrands auf 1:2, ehe Pechvogel Rodriguez, der im ersten Durchgang noch ins eigene Tor traf, den Ausgleich für S04 erzielte.


In der Verlängerung behielten die Kölner die Oberhand, gingen durch Thomas Broich in der 98. Minute wieder in Führung und erhöhten in Person von Adil Chihi schlussendlich auf 4:2 - das Aus war somit besiegelt.

3. 0:6 gegen Eintracht Frankfurt - 2005/06 (2. Runde)

Am 25. Oktober 2005 erlebte der FC Schalke seinen wohl denkbarsten Abend in der jüngeren DFB-Pokal-Historie. In der zweiten Runde traf man auf den Aufsteiger Eintracht Frankfurt, der in der Bundesliga am Ende auf dem 14. Tabellenplatz landete, im Pokal jedoch das Finale erreichte, in dem man schlussendlich an Bayern München scheiterte.


Die zweite Hürde hieß dabei Schalke 04, das in der Commerzbank Arena einen rabenschwarzen Tag erwischte. Nachdem man zur Pause bereits mit 0:2 zurücklag, drehten die 'Adler'  nach dem Seitenwechsel auf und erhöhten innerhalb von 15 Minuten auf 5:0, ehe Patrick Ochs in der 85. Minute das sechste und letzte Tor des Abends erzielte. Nach dem 0:6 gegen den MSV Duisburg in der Saison 1965/66 war es das zweite Mal in der Geschichte, dass der Verein die bislang höchste Pokal-Niederlage einstecken musste.

4. 3:7 n.V. gegen den SC Freiburg - 2003/04 (2. Runde)

Die meisten Gegentore hagelte es jedoch zwei Jahre zuvor gegen den SC Freiburg. Gegen die Mannschaft von Volker Finke geriet man während des ersten Durchgangs gleich zweimal in Rückstand, doch in der zweiten Halbzeit stellten Sergio Pinto und Filip Trojan auf 3:2 für 'Königsblau'.


Sechs Minuten vor Schluss glich Dennis Kruppke jedoch für den Sport-Club aus und rettete die Mannschaft so in die Verlängerung. Dort brachte Zlatan Bajramovic die Schwarzwälder auf die Siegerstraße, ehe Soumaila Coulibaly per Doppelpack auf 6:3 erhöhte und Alexander Iashvili den Schlusspunkt zum 7:3 setzte.

5. 0:1 gegen Eintracht Trier - 1997/98 (2. Runde)

Als amtierender UEFA-Cup-Sieger trat der FC Schalke, der in der ersten Pokalrunde den FSV Zwickau knapp mit 1:0 bezwang, beim Regionalligisten Eintracht Trier an. Gegen die Hausherren aus Rheinland-Pfalz tat sich die Mannschaft von Huub Stevens schwer, geriet zudem nach 70 Minuten in Unterzahl, als Verteidiger Johan de Kock mit glattrot vom Platz gestellt wurde.


Wenige Minuten später folgte dann die böse Überraschung: Rudi Thömmes brachte Trier in Führung, die Überraschung war perfekt. Doch damit sollte noch lange nicht Schluss sein: Die Eintracht erreichte im weiteren Verlauf das Halbfinale, bezwang im Achtelfinale den Champions-League-Sieger Borussia Dortmund und scheiterte in der Vorschlussrunde knapp im Elfmeterschießen am MSV Duisburg, der im Finale knapp mit 1:2 gegen den FC Bayern verlor.