BRAUNSCHWEIG, GERMANY - JULY 27: Head coach Alois Schwarz and sporting director Oliver Kreuzer of Karlsruhe chat prior to the 3. Liga match between Eintracht Braunschweig and Karlsruher SC at Eintracht Stadion on July 27, 2018 in Braunschweig, Germany.  (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Hannover 96: 5 Fakten zu Pokalgegner Karlsruher SC

Wie in jedem Jahr beginnt die neue Saison für die 18 Bundesligisten mit der Teilnahme an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. So steht auch für Hannover 96 an diesem Wochenende das erste Pflichtspiel an, wenn es am Sonntag (15:30 Uhr) auswärts gegen den Karlsruher SC geht. 


Dabei trifft die Mannschaft von Andre Breitenreiter auf einen Gegner, der in den vergangenen Jahren mit einigen Turbulenzen zu kämpfen hatte und im zweiten Jahr nacheinander in der dritten Liga spielt, nachdem in diesen Sommer der erneute Umbruch erfolgte. Daher nehmen wir den KSC ein wenig unter die Lupe und präsentieren im Folgenden fünf Fakten über den kommenden Gegner der '96er'.

1. Der direkte Wiederaufstieg wurde knapp verfehlt

Vor drei Jahren scheiterten die Badener in der Aufstiegs-Relegation der zweiten Liga knapp mit 1:1 und 1:2 (n.V.) am Hamburger SV und verpassten somit die Rückkehr in die Bundesliga um Haaresbreite. Nach einer eher mittelmäßigen Saison folgte eine enttäuschende Spielzeit 2016/17, in der der KSC in die dritte Liga abstieg.


Dort erreichte man nach 38 Spieltagen den dritten Tabellenplatz, weshalb erneut die Relegation anstand. Gegen den FC Erzegbirge Aue erlangte man im Hinspiel ein 0:0, doch im Erzgebirgsstadion setzte es eine 1:3-Niederlage, weshalb der Aufstieg erneut verwehrt blieb und man in dieser Saison wieder von vorne beginnen muss.

2. Bislang noch ungeschlagen, aber verbesserungswürdig

Doch man weiß ganz genau, dass die neue Saison schwieriger wird. Nach dem missglückten Aufstieg wurde der Etat verringert, der Kader erneuert. Neben neun Neuzugängen stehen auch zwölf Abgänge zu Buche, der 27-Mann große Kader wurde daher zu einem Großteil erneuert.


Dementsprechend passt auch noch nicht alles zusammen. Zwar sind die Karlsruher nach den ersten vier Spielen ungeschlagen, gewinnen konnte man jedoch nur die Auswärtspartie bei Fortuna Köln am dritten Spieltag. Alle anderen Partien endeten mit einem 1:1-Remis, weshalb man derzeit mit sechs Zählern auf dem neunten Tabellenplatz liegt und drei Punkte Rückstand auf das Spitzen-Duo bestehend aus Preußen Münster und dem KFC Uerdingen hat.

3. Positive Bilanz unter Alois Schwartz

Nachdem unter Marc-Patrick Meister der Abstieg in die dritte Liga erfolgte, sollte der 38-Jährige eigentlich für den Wiederaufstieg sorgen - scheiterte jedoch früh. Nach nur vier Punkten aus fünf Spielen war nach der 0:4-Pleite gegen Fortuna Köln Schluss, weshalb nach zwei Partien unter Interimstrainer Zlatan Bajramovic als neuer Cheftrainer Alois Schwartz installiert wurde.


Der 51-Jährige kann nach seinem ersten Jahr eine positive Bilanz aufweisen: In 41 Spielen gingen die Karlsruher nur fünf Mal als Verlierer vom Platz, allerdings setzte es bei 22 Siegen auch 14 Unentschieden. Der Ex-Trainer des SV Sandhausen und dem 1. FC Nürnberg kann derzeit jedoch einen Schnitt von 1,95 Punkten pro Spiel aufweisen, was aktuell den persönlichen Bestwert seiner Karriere darstellt.

4. Bevorzugtes System: 4-4-2

Zu Beginn seiner Amtszeit wählte Schwartz noch vermehrt ein 4-2-3-1 oder 4-1-4-1, doch mittlerweile hat er sich auf ein klares 4-4-2 festgelegt, von welchem er nur in seltenen Fällen abweicht.


Dabei vertraute er zum Auftakt in der Liga fast immer auf dieselbe Elf. Während Benjamin Uphoff in dieser Saison wieder als Nummer eins zwischen den Pfosten steht, formierte sich die Viererkette aus Damian Roßbach, Daniel Gordon, Kapitän David Pisot und Marco Thiede. Marvin Wanitzek und Manuel Stiefler bilden die 'Doppel-Sechs', während Marc Lorenz und Florent Muslija auf den Außenbahnen den Vorzug erhalten. Im Angriff beginnen meist Martin Röser und Marvin Pourié.

5. Im Pokal zuletzt glücklos

Im Jahr 1996 stand der KSC zum letzten Mal im Finale des DFB-Pokals, seither hatten die Badener nicht mehr allzu viel Glück. Nach dem Halbfinal-Einzug in der darauffolgenden Saison war der Höhepunkt meist das Achtelfinale, wobei man bereits immer wieder in den Runden davor scheiterte.


Allein in vier der letzten fünf Jahre scheiterte man bereits in Runde eins, letztmalig gelang in der Saison 2014/15 der Einzug in die zweite Runde. Noch in der letzten Spielzeit scheiterte man in der Verlängerung mit 0:3 an Bayer 04 Leverkusen, im Jahr davor gab es ein knappes 1:2 gegen 1860 München. Allerdings schreibt der Pokal in jedem Jahr seine eigenen Gesetze, weshalb am Sonntag möglicherweise eine Überraschung gelingt und man gegen Hannover 96 als Sieger vom Platz geht.