Die FIFA hat am Donnerstagmorgen eine erste Weltrangliste nach der WM in Russland veröffentlicht. Während ein Viertelfinalist den größten Sprung machte, steht mit Titelsieger Frankreich eine neue Nation auf Platz eins. Die Deutschen wiederum befinden sich nach dem Vorrunden-Aus wahrlich im Sturzflug.

Etwas länger als einen Monat ist nun her, da stemmte die Équipe Tricolore den WM-Pokal in die Höhe, nachdem sie zuvor Kroatien im Finale mit 4:2 bezwang. Die Mannschaft von Didier Deschamps brannte im wichtigsten Spiel des Jahres ein echtes Offensiv-Feuerwerk ab, überzeugte auf ganzer Linie und darf sich seit rund 32 Tagen Weltmeister nennen. Die FIFA honorierte die Leistung der Franzosen und ließ sie in der Weltrangliste bis auf Platz eins aufrücken – mit 1.726 Punkten liegen sie drei Zähler vor Belgien.


Kroatien und Russland sind die größten Gewinner

Luka Modric und Co. finden sich nach der insgesamt enorm starken Turnierleistung auf Platz vier wieder – für sie ging es 16 Plätze (!) nach oben. Den größten Sprung machte allerdings Gastgeberland Russland. Die Mannschaft von Cheftrainer Stanislaw Tschertschessow schaffte es überraschenderweise bis ins Viertelfinale, bekam von der FIFA daraufhin 953 Zähler gutgeschrieben und katapultierte sich damit in der Weltrangliste 21 Plätze vor bis auf Rang 49 – zuvor standen sie mit 457 Punkten auf dem 70. Platz.

Deutschland und Argentinien im Sturzflug


Beim Blick auf die neue FIFA-Weltrangliste bekommen vor allem die Finalteilnehmer von 2014 ihr Fett weg. Argentinien, das zuvor auf Platz fünf lag, rutschte sechs Positionen ab und besitzt nun lediglich 1.574 Punkte. Die Deutschen hingegen sind schon lange nicht mehr das Maß aller Dinge: 14 Nationen befinden sich mittlerweile vor der DFB-Elf – darunter die Schweiz (8. Platz), Dänemark (9.) und Kolumbien (14.). Aufgrund des miserablen WM-Auftritts und dem damit verbundenen Vorrunden-Aus erhielt der vierfache Weltmeister lediglich drei Punkte von der FIFA, sodass man aktuell bei 1.561 Zählern steht. Ein bitteres, wenngleich aber leistungsgerechtes Ergebnis.