​Es war ein ungewohntes Bild für die Spieler von Real Madrid und auch für die Fans der 'Königlichen'. Zwei Mal hintereinander gewannen die Akteure zuletzt den UEFA Supercup und entschieden als amtierender Champions-League-Sieger das Duell gegen den Europa-League-Sieger somit stets für sich. Nach der ​2:4-Niederlage gegen Atlético müssen sich die Profis und auch Trainer Lopetegui die Frage gefallen lassen, ob man auf dem Transfermarkt nicht doch noch tätig werden muss, um den Abgang von CR7 besser kompensieren zu können.


Die Spieler auf dem Platz wurden nach der Final-Niederlage natürlich auch auf den Abschied von Cristiano Ronaldo angesprochen, schließlich konnte man sich die Frage stellen, welchen Verlauf die Partie mit dem Weltfußballer in den Reihen der 'Blancos' genommen hätte. "Natürlich vermissen wir Cristiano. Das würde jede Mannschaft tun. Aber er gehört der Vergangenheit an", äußerte sich Casemiro laut Real Total zum Portugiesen. 


Die Niederlage wollte der Brasilianer aber nicht als Gradmesser für die Stärke des Kaders verstanden wissen: "Wir haben wegen eines Ergebnisses keinen besseren oder schlechteren Kader. Mit Verpflichtungen beschäftigen sich die Verantwortlichen."

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"Natürlich vermissen wir Ronaldo" - Casemiro über den Abgang des Portugiesen



Linksverteidiger Marcelo, der nicht sein bestes Spiel ablieferte, äußerte sich hinsichtlich möglicher Neuverpflichtungen diplomatisch: "Ich bin nicht derjenige, der Spieler verpflichtet. Aber meiner Meinung nach ist die Mannschaft gut besetzt. Bis zur Verlängerung haben wir gut gespielt. Wenn aber jemand kommt, wird er willkommen sein."

Und letzten Endes sah auch der neue Trainer Julen Lopetegui trotz der Niederlage keinen Bedarf, die Mannschaft bzw. den Kader aufzubessern. "Ich denke nicht, dass das die sportliche Planung groß verändert. Es gilt sich jetzt aufzurichten und die Liga gut zu beginnen.“ 


Am 19. August beginnt für Real der Liga-Alltag mit dem Heimspiel gegen Getafe. In den kommenden Wochen könnte sich schon zeigen, ob der Abgang von Ronaldo doch schwerer wiegt, als sich das die Verantwortlichen vorgestellt haben. Gestern konnten Bale, Asensio und Co. den Verlust von Ronaldo jedenfalls noch nicht vergessen machen.