MOENCHENGLADBACH, GERMANY - AUGUST 12: Josip Drmic of Borussia Moenchengladbach looks dejected during the friendly match between Borussia Moenchengladbach and FC Wegberg-Beeck at Borussia-Park on August 12, 2018 in Moenchengladbach, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

DFB-Pokal: Die 5 peinlichsten Erstrunden-Niederlagen der Gladbacher

Der DFB-Pokal schreibt seine ganz eigenen Gesetze, das wissen die 64 Teilnehmer bereits seit Jahren. Dennoch ist es Jahr für Jahr immer wieder eine Überraschung, wenn der vermeintliche Außenseiter gegen den Favoriten über sich hinauswächst und nach 90 oder 120 Minuten, wenn nicht sogar im Elfmeterschießen als Sieger aus der Partie geht.


Diese Rückschläge sind jedem Bundesligisten widerfahren, auch Borussia Mönchengladbach. Die 'Fohlen' mussten sich in der Historie neun Mal in der ersten Runde geschlagen geben, allzu lange ist die letzte Niederlage dabei gar nicht mal her. Am kommenden Wochenende trifft die Mannschaft von Dieter Hecking auf den BSC Hastedt, ein solches Malheur soll gegen den Fünftligisten allerdings nicht geschehen. Im Folgenden präsentieren wir die fünf peinlichsten Erstrunden-Niederlagen, die die Gladbacher in den vergangenen Jahren hinnehmen mussten.

1. 4:5 nach Elfmeterschießen gegen den SV Darmstadt - 2013/14

Nachdem man die Saison 2012/13 auf dem achten Tabellenplatz beendete und den Europapokal verpasste, wollte die Borussia in der darauffolgenden Saison wieder von vorne angreifen - im Pokal war allerdings frühzeitig Schluss.


In der ersten Runde traf man im Stadion am Böllenfalltor auf den Drittligisten Darmstadt 98, der einige Jahre später in die Bundesliga aufsteigen und sich dort immerhin zwei Jahre lang halten sollte. Nach 120 Minuten ging es mit 0:0 ins Elfmeterschießen, in dem Luuk de Jong den ersten Elfmeter auf Seiten der 'Fohlen' vergab. Zwar vergab auf der Gegenseite Dominik Stroh-Engel, doch Branimir Hrgota scheiterte als sechster Schütze und letzter Schütze des Favoriten. Das Aus war somit besiegelt, in der Bundesliga landete man schlussendlich auf Rang sechs.

2. 6:7 nach Elfmeterschießen gegen Bayern München II - 2004/05

Mit Michael Rensing, Andreas Görlitz, Christian Lell und Bastian Schweinsteiger hatte die zweite Mannschaft des FC Bayern München, die damals von Hermann Gerland trainiert wurde, zwar einige Akteure zu bieten, die wenig später den Sprung in den Profikader schafften, doch Mönchengladbach ging damals klar als Favorit in die Partie.


Der Bundesligist geriet nach einem Tor von Daniel Jungwirth jedoch nach 34 Minuten mit 0:1 in Rückstand, Abwehrspieler Joris van Hout sorgte in der Schlussphase für den Ausgleich. Nach 120 Minuten ging es ins Elfmeterschießen, in dem insgesamt fünf Schützen scheiterten - allerdings drei auf Seiten der Gladbacher. Enrico Gaede sorgte im neunten Durchgang für den entscheidenden Fehlschuss, wodurch gegen den Regionalligsten, der im weiteren Verlauf das Viertelfinale erreichte, vorzeitig Schluss war.

3. 5:6 nach Elfmeterschießen gegen den SC Verl - 1999/2000

In der Saison 1990/2000 erreichte Borussia Mönchengladbach zwar den fünften Platz in der zweiten Liga, doch im Pokal musste man überraschend in der ersten Runde die Segel streichen. Gegen den damaligen Regionalligisten SC Verl, der heute noch immer in dieser Klasse aktiv ist, fiel die Entscheidung erneut vom Punkt. 


Alle Schützen, darunter Roger Schmidt, der damals in Verl unter Vertrag stand, verwandelten ihre Strafstöße, einzig Markus Reiter verpasste das Tor. Daraufhin trat der damals 20 Jahre junge Arne Friedrich als sechster Schütze für den SC an und kegelte die Gladbacher aus dem Turnier.

4. 4:6 nach Elfmeterschießen gegen Hannover 96 - 1997/98

Zwei Jahre zuvor ging man ebenfalls bereits in der ersten Runde leer aus. Damals traf man auf den Regionalligisten aus Hannover, der unter Reinhold Fanz am Ende der Saison den Sprung in die zweite Bundesliga schaffte, während die 'Fohlen' unter der Leitung von Hannes Bongartz lediglich auf dem 15. Tabellenplatz in der ersten Liga landeten.


Im Niedersachsenstadion gingen die Gladbacher durch Andrzej Juskowiak bereits nach vier Minuten in Führung, doch Jens Rasiejewski sorgte nach 56 Minuten für den Ausgleich. Vom Punkt aus vergab Martin Schneider für die Gäste, Uwe Kamps hingegen konnte keinen Strafstoß parieren und das Aus somit nicht verhindern.

5. 1:2 gegen den FC Schalke 04 - 1988/89

Auch knapp zehn Jahre zuvor erlebte der heutige Torwart-Trainer der Borussia das Erstrunden-Aus im Pokal gegen den FC Schalke 04. Der damalige Zweitligist, der wenige Monate zuvor aus der Bundesliga abstieg und am Ende der Saison 1990/91 die Rückkehr ins Oberhaus feierte, sicherte sich im Hinspiel im eigenen Parkstadion ein 1:1-Unentschieden.


Aufgrund der damaligen Regularien gab es knapp zwei Wochen später ein Rückspiel am Bökelberg. Zur Pause stand ein torloses Remis, doch nach 66 Minuten erzielte Ingo Anderbrügge die Führung für die Schalker, zehn Minuten später erhöhte Jürgen Luginger auf 2:0. Hans-Jörg Criens erzielte zwar noch den Anschlusstreffer für die Borussia, doch mehr war nicht drin. Anders sah es in der Bundesliga aus, in der die 'Fohlen' immerhin den sechsten Tabellenplatz erreichten.