MUNICH, GERMANY - MAY 17:  Ottmar Hitzfeld, Munich's head coach reacts prior his last match as head coach of Bayern Munich prior the Bundesliga match between FC Bayern Munich and Hertha BSC Berlin at the Allianz Arena on May 17, 2008 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Vestenbergsgreuth und Co.: Die peinlichsten DFB-Pokal-Niederlagen des FC Bayern

Am 18. August wird die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ausgetragen und der FC Bayern München will den Pokal nach der Final-Niederlage gegen die Eintracht aus Frankfurt in der letzten Saison mit Sicherheit wieder gewinnen. Dafür muss zunächst die SV Drochtersen/Assel aus Niedersachsen geschlagen werden. Eine Niederlage gegen den Regionalligisten wäre nur eine von diversen Peinlichkeiten in einer sonst überaus erfolgreichen Pokalgeschichte des FC Bayern. Seit Beginn der 90er musste die Bayern gegen diese Teams früh die Segel streichen:

1. 0:1 gegen Vestenbergsgreuth

Die Mutter aller peinlichen Pokal-Niederlagen für den FC Bayern: im August 1994 pfiff Dr. Markus Merk ein Spiel, das die Bayern-Stars um den damaligen Trainer Giovanni Trapattoni nicht so schnell vergessen würden. Der krasse Außenseiter aus Bayern besiegte den damaligen amtierenden Meister mit 1:0 in der ersten Hauptrunde. Danach siegte man auch noch über Homburg, ehe man sich in der Runde darauf dem VfL Wolfsburg geschlagen geben musste.

2. 0:1 gegen TSG Weinheim

Die 90er-Jahre begannen für den FC Bayern pokaltechnisch nicht sehr erfolgreich. In der Pokal-Saison 90/91 war für die Münchner bereits in der ersten Runde Schluss. Man musste sich der TSG Weinheim mit 0:1 geschlagen geben. Eine Niederlage, an die sich Jupp Heynckes nicht gerne erinnern wird, schließlich war Weinheim der klare Außenseiter und qualifizierte sich als Amateur-Vertreter des Landesverbandes Baden für den Pokal.

3. 3:5 n.E. gegen Magdeburg

Im November 2000 erlebte Ottmar Hitzfeld eine der wohl überraschendsten und schmerzvollsten Niederlagen seiner Karriere. Der damalige Oberligist aus Magdeburg bezwang die Bayern in der 2. Hauptrunde mit 5:3 nach Elfmeterschießen. Damals hatten Jens Jeremies und Giovane Elber vom Punkt versagt. Nachdem sie zuvor Köln besiegt hatten und danach auch noch den KSC ausschalteten, war für die Magdeburger erst im Viertelfinale gegen Schalke Schluss.

4. 2:4 gegen Alemannia Aachen

Etwas deutlicher und früher war für die Bayern am 20. Dezember des Jahres 2006 Schluss. Felix Magath sah, wie sein Team gegen die Alemannia vier Tore kassierte. Ein gewisser Jan Schlaudraff spielte sich damals in die Köpfe der Verantwortlichen. Podolski und van Bommel trafen zwar für die Bayern, doch das reichte nur noch für die Schadensbegrenzung.

5. 2:4 gegen den FC 08 Homburg

Wer glaubte, die Bayern hätten aus der Niederlage gegen Weinheim in der Saison 90/91 gelernt, der sah sich schon in der darauffolgenden Pokal-Saison getäuscht. In der zweiten Runde strichen die Bayern nämlich die Segel. Gegen den Zweitligisten FC 08 Homburg verloren die Bayern mit 2:4 nach Verlängerung. Der Leidtragende auf der Trainerbank: wieder Jupp Heynckes.

6. 1:2 gegen Alemannia Aachen

Gleich zwei Mal scheiterten die Bayern in der jüngeren Geschichte im Pokal an Alemannia Aachen, womit sie wohl als Angstgegner der Münchner bezeichnet werden könnten. Im Viertelfinale des Pokals im Februar 2004 setzte es die erste Niederlage für die Bayern, die damals von Ottmar Hitzfeld trainiert wurden. Die Tore schossen dabei Stefan Blank und ein gewisser Erik Meijer. Das Tor von Michael Ballack hatte somit keine Relevanz.

7. 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf

Im September 1995 besiegte die Fortuna aus Düsseldorf den FC Bayern München in der zweiten Hauptrunde des Pokals mit 3:1. Damals war Otto Rehhagel für das frühe Aus der Bayern auf der Trainerbank verantwortlich. Die Fortuna war gerade in die erste Bundesliga aufgestiegen und sollte die Saison als 13. beenden, während die Bayern hinter dem BVB Vizemeister wurden.

8. 1:2 gegen Dynamo Dresden

Im November 1993 schieden die Bayern im Achtelfinale des Pokals gegen Dynamo Dresden aus. Mit 1:2 verlor das Team von Erich Ribbeck gegen die Sachsen. Heute wäre ein solches Resultat mit Sicherheit noch etwas überraschender, denn damals spielte Dynamo immerhin noch in der ersten Fußball-Bundesliga.