Der Supercup gegen den FC Bayern München war für Eintracht Frankfurt wie eine kalte Dusche. Mit 0:5 ging die Mannschaft von Adi Hütter im eigenen Stadion baden. Trotzdem betont Sportdirektor Bruno Hübner das Positive und glaubt an eine Weiterentwicklung.


​Eintracht Frankfurt hat weder ein Bundesligaspiel bestritten noch ein blamables DFB-Pokal-Aus hinnehmen müssen. Lediglich die Pleite gegen den deutschen Serienmeister Bayern München trübt die Vorfreude auf die neue Saison. Wie Sportdirektor Bruno Hübner auf eintracht.de herausstellt, befindet sich die Mannschaft aktuell in einem Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. "Letztlich wurde aber deutlich, dass die Partie für uns noch zu früh kam", sagt Hübner. 


Frankfurt hat vier schwerwiegende Abgänge zu verkraften. Mit Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen), Marius Wolf (Borussia Dortmund), Omar Mascarell (FC Schalke) und Kevin-Prince Boateng (US Sassuolo) haben zahlreiche Führungsspieler aus der Vorsaison den Verein verlassen. Nachdem auch Ante Rebic gegen Bayern zunächst zuschauen musste, war es klar, dass die Abläufe noch nicht zu 100 Prozent stimmen.

Hübner sieht die Mannschaft noch längst nicht am Ende ihrer Schaffenskraft. "Wir sind überzeugt, dass wir die Niederlage korrigieren werden. Am Wochenende in Ulm kann es schon wieder ganz anders aussehen", hofft Hübner. Bis zum Führungstreffer der Bayern hatte Frankfurt ordentlich mitgehalten, erst danach folgte der Einbruch. Hübner dazu: "Wichtig ist, dass wir die guten 20 Minuten, die wir zu Beginn gegen die Bayern gezeigt haben, ausbauen. Unser Ziel muss es sein, eine solche Leistung über die gesamte Spieldauer abzurufen."


Neuigkeiten gibt es in der Transfer-Gerüchteküche. Ob der Mexikaner ​Marco Fabian bei Eintracht bleibt, wird sich noch in dieser Woche entscheiden, berichtet die hessenschau. Eintracht Frankfurt hatte nach Informationen von Voetbal International offenbar Interesse an Tony Vilhena von Feyernoord Rotterdam, doch dessen Arbeitgeber weigert sich, den Mittelfeldspieler die Freigabe zu erteilen, obwohl der 23-Jährige einem Wechsel gar nicht abgeneigt war. Wie die spanische Zeitung AS berichtet, ist der ehemalige Frankfurter Jesus Vallejo wieder auf dem Markt. Real Madrids neuer Trainer Julen Lopetegui plant vorerst ohne Vallejo und hat ihm ein Leihgeschäft vorgeschlagen. Frankfurt könnte sich in seinem Fall ebenso um eine Leihe bemühen wie bei Marcos Llorente, der im Mittelfeld von Real Madrid hochkarätige Konkurrenz hat.