Neue Entwicklung im Fall von Bayern-Bankdrücker Sebastian Rudy. Der Nationalspieler wurde in den vergangenen Tagen mit RB Leipzig in Verbindung gebracht. Ein Wechsel des 28-Jährigen schien immer näher zu rücken. Nun bekommen die Roten Bullen aber wohl Konkurrenz: Schalke-Coach Domenico Tedesco hat sich offenbar mit Rudy getroffen.


Wohin zieht es Sebastian Rudy? Der Nationalspieler hatte Ende der vergangenen Saison noch ​seinen Wunsch beteuert, beim ​FC Bayern bleiben zu wollen. Dort herrscht trotz des Abgangs von Arturo Vidal aber dichtes Gedränge auf seiner Position in der Mittelfeld-Zentrale. Sein 90-minütiger Bankplatz im Supercup gegen Eintracht Frankfurt könnte Rudy daher als weiteren Fingerzeig gewertet haben, dass es auch unter Trainer Niko Kovac schwer wird, beim Rekordmeister einen Stammplatz zu ergattern.


Seit einigen Tagen wird deshalb über einen Wechsel zu RB Leipzig spekuliert. Der 28-Jährige soll sich bereits ​das Trainingsgelände vor Ort angeschaut haben. Der SWR vermeldete am Dienstagnachmittag sogar, dass der Transfer des 25-fachen Nationalspielers bereits in trockenen Tüchern sei.

Dieser Bericht wurde von der Sportbild allerdings umgehend dementiert. Wie es aussieht zurecht - denn im Rennen um Rudy scheint es einen neuen Bewerber zu geben. Der ​FC Schalke ist nach Angaben der Bild scharf auf die Verpflichtung von Rudy. Trainer Domenico Tedesco soll sich am Münchener Flughafen mit seinem Assistenten Peter Perchtold und Videoanalyst Lars Gerling mit dem Nationalspieler getroffen haben.


Mit Kehrer-Millionen: Schalkes neuer Angriff auf Rudy?


Ganz neu ist das Interesse der Knappen nicht - schon Anfang Mai soll Manager Christian Heidel von Kollege Hasan Salihamidzic grünes Licht für Verhandlungen mit Rudy bekommen haben. Damals ging es nur um eine Leihe, nun könnte auch ein Kauf infrage kommen. Nach dem Abgang von Thilo Kehrer wurden rund 40 Millionen Euro in die Knappen-Kassen gespült. Trotz der Transfers der Mittelfeldspieler Omar Mascarell und Suat Serdar könnte Königsblau in der Zentrale noch nachlegen wollen. Mascarell war in der jüngeren Vergangenheit häufig verletzt, Serdar fehlt gerade auf internationaler Bühne noch die Erfahrung. Gleiches gilt für Youngster Weston McKennie, der ebenfalls für die Rudy-Position infrage kommt. 

Wie es im Poker um Rudy weitergeht, erscheint derweil völlig offen. Möglich sind wohl alle drei Optionen: Sowohl ein Wechsel nach Leipzig, als auch zu Schake könnte für den 28-Jährigen eine gute Wahl sein. Aber auch ein Verbleib in München dürfte weiter nicht völlig ausgeschlossen sein. Rudys Vertrag ist noch bis 2020 gültig.