​Borussia Dortmund wird unter dem neuen Trainer Lucien Favre aller Voraussicht nach ohne einen gestandenen Mittelstürmer in die Saison starten. Der junge Schwede Alexander Isak ist der einzig gelernte Mittelstürmer im Kader, wird aufgrund seiner fehlenden Erfahrung allerdings keinesfalls als Stammspieler in die kommende Spielzeit gehen. Neben Marco Reus und Maximilian Philipp ließ Favre zuletzt auch den jungen Jadon Sancho im Sturmzentrum auflaufen.  


Wie der Schweizer nach dem ​1:0-Testspielsieg gegen Lazio Rom erklärte, gebe es auch ​ohne eine nomin​elle Nummer Neun im Sturmzentrum genügend Möglichkeiten für die Position in vorderster Front. "Marco kann auf einer Seite spielen, Mili [Maximilian Philipp; Anm. d. Red.] eventuell auch im 4-5-1 oder 4-3-3. Es ist gut, dass wir viele flexible Spieler haben." 

Gegen die Italiener um Ex-BVB-Stürmer Ciro Immobile probierte Favre mit Jadon Sancho einen weiteren gelernten Flügelspieler in der Zentrale aus. "Sancho hat heute als Neuneinhalb gespielt für 15 oder 18 Minuten." Was die neue Saison angeht, so müsse man bei den Schwarz-Gelben weiterhin verschiedene Optionen testen, um am Ende die bestmögliche Lösung zu finden. "Wir müssen einfach ausprobieren. Das Programm ist sehr eng und anspruchsvoll." 

Wie der BVB-Coach durchblicken ließ, wolle er sich im Angriffszentrum nicht unbedingt auf einen Spieler festlegen. Gut möglich, dass wir in der kommenden Saison also mehrere Spieler als Mittelstürmer sehen werden. "Ich denke, wir brauchen alle Spieler." Borussia Dortmund trifft zum Saisonauftakt am Montagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Zweitligisten ​SpVgg Greuther Fürth.