​Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München hat unter dem neuen Trainer Niko Kovac am Sonntagabend klar und deutlich mit 5:0 gegen DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt gewonnen und mit dem Supercup den ersten Titel der neuen Saison eingetütet. Nicht mit dabei war Innenverteidiger Jerome Boateng, der weiterhin Probleme mit der Patellasehne hat. Der Weltmeister von 2014 steht seit Wochen vor einem möglichen Wechsel, scheint nun aber wohl doch eher bei den Bayern zu bleiben. Ein Wechsel sei dennoch weiter möglich, wie die Verantwortlichen der Münchner erklärten. 


Nachdem Paris St. Germain großes Interesse am Abwehrchef der ​Münchner zeigte und auch bereits in Verhandlungen mit seinem Berater gestanden haben soll, hat man sich in der französischen Hauptstadt nun umentschieden und Thilo Kehrer vom FC Schalke 04 verpflichtet. Kostenpunkt für den deutlich jüngeren Innenverteidiger: 37 Millionen Euro. ​Mit dem Kehrer-Transfer dürfte sich ein Wechsel von Boateng an die Seine erledigt haben. PSG muss mit Blick auf das Financial Fair Play eher noch Spieler abgeben.

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic wollte sich nach dem Supercup-Sieg angesprochen auf den Kehrer-Wechsel und die Zukunft von Boateng nicht abschließend äußern. "Dazu sage ich nichts, der Transfermarkt muss unsere interne Sache bleiben", so der Bosnier gegenüber der SPORT BILD.


Innerhalb der Mannschaft hat der 29-Jährige nach wie vor ein hohes Standing, wie Thomas Müller am Sonntagabend gegenüber dem Blatt verriet. Auf die Frage nach einem Verbleib seines langjährigen Klub- und Nationalmannschaftskollegen erklärte er: "Ich hoffe schon. Er ist ein ganz wichtiger Spieler. Wenn er fit ist, gibt es ganz wenige auf der Welt, die seine Qualität haben." 

Auch wenn ein Wechsel theoretisch noch bis Ende August möglich ist, stehen die Zeichen aktuell eher auf Verbleib. Auch sein neuer Trainer Niko Kovac soll dem Defensivmann bereits in einem Gespräch unter vier Augen mitgeteilt haben, fest mit ihm zu planen. Dazu kommen die beiden Akteure aus Berlin und verstehen sich schon länger gut. Mit Kevin-Prince Boateng soll zudem auch sein Bruder ihm gegenüber von Kovac geschwärmt haben. Beide hatten die letzte Saison zusammen bei Eintracht Frankfurt verbracht.