So kennt man den Nationalspieler nicht. Eigentlich trumpft Mats Hummels neben seinen unbestreitbaren Fähigkeiten als Verteidiger auch als ein sehr fairer Spieler auf. Der 29-Jährige flog in seiner Karriere nur ein einziges Mal wegen einer Roten Karte vom Platz. Im gestrigen Supercup-Spiel zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt hätte Hummels beinahe seine zweite kassiert.


Die Szene: Es ist die Nachspielzeit der ersten Hälfte. Der Frankfurter Mijat Gacinovic legt sich den Ball an Hummels vorbei. Der Münchener Verteidiger reagiert mit einer harten Grätsche und räumt den Serben seitlich ab, welcher alleine vor Manuel Neuer gestanden hätte. Hummels sieht dafür jedoch "nur" Gelb. Zu Bayerns Glück, wie er später zugab.

Eintracht Frankfurt v Bayern Muenchen - DFL Supercup 2018

     Aufreger der Partie: Hummels räumt Gacinovic von der Seite mit offener Sohle ab



Im Interview mit dem ZDF erklärt er: „Ich ärgere mich sehr. Ich habe die Szene ein bisschen zu spät erkannt und habe gedacht, ich komme an den Ball. Ich habe gedacht, er stellt mich runter. Er war weit weg, das war mein Glück."

Nicht nur Hummels ist der festen Überzeugung, dass die Schiedsrichterentscheidung Glück war, sondern auch die Fans der Adlerträger. Viele gehen davon aus, dass Gacinovic auch noch die Chance gehabt hätte, den Stand auf 2:1 für die Eintracht zu verkürzen. Die Eintracht-Fans forderten sofort einen Platzverweis.


Der Schiedsrichter und der Innenverteidiger Bayerns stehen nun stark in der Kritik. Die Debatte, dass die Schiedsrichter “für” Bayern München gepfiffen haben, wird in den sozialen Netzwerken ausdiskutiert.

Der Frankfurter David Abraham wäre in der 70. Minute auch beinahe vom Platz geflogen, da er nach mehreren Raufereien mit Robert Lewandowski diesem mit dem Ellenbogen ins Gesicht schlug. Der 32-jährige Argentinier sah für sein Vergehen auch "nur" die Gelbe Karte.


Bei einem 5:0-Endstand hatten die Fans der Adlerträger genug anderen Diskussionsstoff, da nicht nur das Foul von Hummels negativ auffiel.