Der FC Barcelona hat es mal wieder geschafft. Zum 13. Mal gewinnen die Katalanen den spanische Supercopa und bleiben damit alleiniger Rekordhalter des Wettbewerbs.
​In einem engen Spiel setzte sich der Favorit letztlich verdient mit 2:1 gegen aufopferungsvoll kämpfende Andalusier durch


​Zum ersten Mal in der Geschichte wurde der Supercopa in einem einzigen Spiel ausgetragen, statt wie gewohnt in Hin- und Rückspiel. Darüberhinaus fand das Spiel nicht wie üblich in Spanien statt, sondern im 45.000 Zuschauer fassenden Grande Stade de Tanger, Marokko. In diesem Jahr empfing der FC Barcelona, Rekordmeister des Wettbewerbs, den FC Sevilla. Und das Spiel versprach Spannung.


Die Katalanen, die in diesem Sommer einige personelle Veränderungen zu verzeichnen hatten - unter anderem verließ Vereins-Legende Andres Iniesta den Verein in Richtung Japan -, begannen direkt mit zwei Neuzugängen. So durften der Brasilianer Arthur und Innenverteidiger Clement Lenglet, der letzte Saison noch für den heutigen Gegner die Fußballschuhe schnürte, von Beginn an ran. Beim FC Sevilla stand vor Spielbeginn der neue Trainer Pablo Machin im Fokus, der mit den Andalusiern sein Pflichtspiel-Debüt feierte. Pünktlich um 22 Uhr lag der Ball dann zum Anstoß bereit.

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Jordi Alba (l.) vereitelt eine Torchance gegen seinen ehemaligen Mitspieler Aleix Vidal (r.)


Die Katalanen starteten druckvoll in die Partie und versuchten von Beginn an den Gegner mithilfe ihres Ballbesitzspiels in deren eigene Hälfte zu drängen. Der FC Sevilla wiederum stellte bei Barcelonas  Angriffen auf eine Fünferkette um und lauerte aus einer kompakten Defensive heraus auf Kontergelegenheiten.


Nach kurzer Zeit war es dann soweit. Sevilla nutzte eine verunglückte Kopfballabwehr der Katalanen für einen schnellen Konter. Stürmer Luis Muriel lief unbedrängt in Richtung gegnerisches Gehäuse, legte auf Sturmpartner Pablo Sarabia quer, der das Leder gekonnt an Marc-Andre ter Stegen vorbei in die Linke Ecke schlenzte (9.).


Von da an lief Barcelona dem Rückstand hinterher und versuchte nun noch mehr als zuvor das Spiel an sich zu reißen. Das erste Mal gefährlich wurde es dann nach einer Freistoß-Flanke von Lionel Messi, der den Ball perfekt in den Strafraum brachte. Clement Lenglet setzte die Kugel jedoch per Kopf knapp übers Tor. 

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Rafinha (r.) durfte sich heute von Beginn an unter Beweis stellen


Von da an drückte Barcelona permanent auf den Ausgleich und kurz vor der Pause trafen die Katalanen schließlich das Tor. Nach einem Freistoß von Superstar Lionel Messi sprang der Ball vom Pfosten aus Gerard Pique direkt vor die Füße, der nur noch einschieben musste (42.).

Mit einem 1:1 ging es dann in die Pause. Nach der Pause durfte Ivan Rakitic für Rafinha das Feld betreten. Sevilla blieb personell unverändert.


Nach schleppendem Start nahm die Partie Mitte der zweiten Hälfte dann etwas mehr Fahrt auf. Zehn Minuten vor dem offiziellen Spielende war es dann so weit. Ousmane Demeble sorgte durch ein 20 Meter-Traumtor für die katalanische Führung (79.). Von da an dominierte Barcelona das Geschehen.


Kurz vor Schluss wurde es dann nochmal nervenaufreibend. Ter Stegen brachte Angreifer Alex Vidal im Sechzehner zu Fall und der Unparteiische entschied prompt auf Elfmeter. Der Keeper jedoch machte seinen Fehler sofort wieder gut und kratzte den anschließenden, durch Wissam Yedder getretenen Strafstoß aus der linken unteren Ecke (90.). Sevilla versuchte es dann nochmal mit verzweifelten langen Bällen, blieb am Ende jedoch erfolglos. Der FC Barcelona gewann den Supercopa 2018 letztlich verdient mit 2:1.