​So viel ist klar: wenn David Alaba lange gesund bleiben kann, ist er einer der besten Linksverteidiger der Welt. Dies stellte der österreichische Nationalspieler auch beim heutigen Supercup-Sieg unter Beweis. In der Schlussphase musste er aber verletzungsbedingt den Platz verlassen.


Es ist leider ein gewohntes Bild bei Alaba in den letzten Jahren. Der fußballerisch und athletisch begnadete Bayern-Spieler muss oftmals verletzt Spiele beenden, deshalb verpasste er ganze 14 Partien in der vergangenen Spielzeit.


Beim 5:0-Sieg gegen die Frankfurter Eintracht wurde der 26-jährige linke Außenbahnspieler nach 80 Minuten vom Platz gebracht und mithilfe des Medizinstabs direkt in die Kabine transportiert. Da der deutsche Rekordmeister bereits drei Spieler eingewechselt hat, musste die Truppe von Cheftrainer Niko Kovac zehn Minuten lang mit nur zehn Mann spielen.


Trotz des ersten Saisontitels macht sich Kovac verständlicherweise Sorgen um die Gesundheit Alabas. "Das ist der Wermutstropfen. Ich hoffe, dass es nur eine Prellung ist, aber wir wissen noch nicht genau, was es ist", sagte der 46-Jährige laut Sky Sport News HD nach der Partie.


Alabas Reservist Juan Bernat gilt als Verkaufskandidat seit mehreren Monaten, zumindest für die nächsten Tage sollte man es mit ihm aber ruhig angehen, was einen Abgang anbelangt. Kovac würde sogar einen weiteren Linksverteidiger dazuholen, wenn bei Alaba eine schlimme Verletzung diagnostiziert wird: "Eventuell machen wir noch was, wenn sich David verletzt hat."


Bei seiner Verletzung fiel Alaba wie viele andere Spieler des FC Bayern der rustikalen Spielart Frankfurts zum Opfer. Dies missfiel Sportdirektor Hasan Salihamidzic sichtlich sehr. "Die Spielweise von Frankfurt war nicht in Ordnung", sagte der Kaderplaner laut Sport Bild. "Das macht man nicht." Alaba wird sich aufgrund der Knieverletzung noch heute Nacht in Frankfurt einer MRT-Untersuchung unterziehen.