Das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen ist in deutschen Stadien verboten – und stellt zusätzlich eine Straftat da. Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg darf identifizierte Täter in Regress nehmen.


Das hat das Landgericht Braunschweig entschieden. Einen ähnlichen Fall hatte es bereits im September 2017 gegeben. Der ​VfL Wolfsburg hatte gegen zwei Fans Anklage erhoben, weil diese im Dezember 2014 während des Derbys bei Hannover 96 unerlaubt Pyrotechnisch gezündet hatten.

Wie Usus, verhängte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Strafe gegen Wolfsburg, die sich damals auf 6.000 Euro belaufen hatte. Nach Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) sind Bundesligaklubs dazu berechtigt, gegen ermittelte Täter vorzugehen und diese in Regress zu nehmen.


Damals hatten sich Wolfsburg und die beiden Pyro-Fans auf einen Vergleich geeinigt. Im Anschluss mussten die Täter die Summe von 3.500 Euro von der Gesamt-Strafzahlung übernehmen. „Besucher eines Bundesliga-Spiels, die sich nicht an die im Stadion geltenden Regeln halten, und entsprechend ermittelt werden, müssen daher für ihr Fehlverhalten haften“, erklärte Wölfe-Geschäftsführer Tim Schumacher.