Der Transfer von Jerome Boateng zu Paris St. Germain sorgt in den vergangenen Stunden und Tagen für ein wenig Verwirrung. Nachdem zunächst darüber berichtet wurde, dass die Verhandlungen zwischen dem französischen Meister und dem FC Bayern München begonnen haben sollenmeldet Sky nun, dass der Transfer möglicherweise doch nicht über die Bühne gehen wird. 


​Spätestens, nachdem Boateng Jose Mourinho persönlich mitgeteilt haben soll, dass er sich nicht Manchester United anschließen werde, schien klar, dass es den 29-jährigen Innenverteidiger zu Paris St. Germain zieht. Mit dem Scheich-Klub wird er bereits seit Wochen in Verbindung gebracht, schon im Mai habe es ein erstes Treffen mit Trainer Thomas Tuchel gegeben.

Nachdem darüber berichtet wurde, dass beide Klubs mittlerweile über den Transfer verhandeln, wurde ebenso vermeldet, dass die Münchner insgesamt 50 Millionen Euro für Boateng verlangen. Wie Sky nun meldet, könne und wolle PSG diese Summe derzeit allerdings nicht stemmen. Grund hierfür seien mögliche Konsequenzen durch das Financial Fair Play, nachdem das Defizit der Transferbilanz auch in diesem Sommer im hohen zweistelligen Millionenbereich liegt.

Demnach müssten erst Spieler verkauft werden, um den Innenverteidiger in die französische Hauptstadt locken zu können. Hinzu komme jedoch, dass eine Verpflichtung von Boateng eine geringe Priorität besitze. Viel mehr wolle man einen neuen Linksverteidiger verpflichten, wobei neben Raphael Guerreiro von Borussia Dortmund auch Alex Sandro von Juventus Turin oder Dalbert von Inter Mailand gehandelt werden.


Zudem werde intern diskutiert, ob man für die Innenverteidigung nicht lieber nach einem anderen Profil suchen solle. Demnach wolle man jemanden verpflichten, der jünger und zugleich kostengünstiger als Boateng ist. 


Robben pocht auf Verbleib


Wenn es nach Arjen Robben geht, soll der Weltmeister von 2014 ohnehin in München bleiben: "Jerome gehört für mich zu den besten Innenverteidigern der Welt. Er ist wichtig für die Mannschaft", so der 34-Jährige. Nach dem Verkauf von Arturo Vidal sei es "ganz wichtig", keinen weiteren Spieler abzugeben, da der Kader "komplett" sei, "viel Qualität" besitze und "zusammenbleiben" müsse. "Dann kann man erfolgreich sein", so der Niederländer.