Borussia Dortmunds Top-Neuzugang Axel Witsel hat erklärt, warum er sich bei seiner Rückkehr von China nach Europa für einen Wechsel zum BVB entschieden habe. Zum einen das Familiäre und die Liebe des Klubs, aber auch der Plan des Trainers mit ihm und die Aussicht auf regelmäßige Einsatzzeiten in einer Topliga habe für einen Wechsel nach Dortmund gesprochen. Über den Ablauf des Deals gab auch Witsels Berater einen näheren Einblick.


"Ich habe mich für den BVB entschieden, weil es mir einfach wichtig war, nach der Weltmeisterschaft nach Europa zurückzukehren. Ich habe ein Angebot von ​Borussia Dortmund bekommen und habe mich persönlich überzeugt. Ich habe mit dem Trainer und dem Sportdirektor gesprochen. Sie zeigten mir diese Liebe, und das war mir sehr wichtig", erklärt der Belgier Axel Witsel seine Entscheidung für den BVB in einem ​Video des Klubs. Außerdem zähle Borussia Dortmund zu den "Topmannschaften in Europa". 


Der 29-Jährige freut sich über die familiäre Atmosphäre des Klubs: "Ich bin hier von jedem sehr herzlich empfangen worden. Ich fühle mich bereits wohl. Ich spreche schon mit allen und muss jetzt noch Deutsch lernen. Das ist wichtig", weiß auch der belgische Nationalspieler. Witsel will der jungen Dortmunder Mannschaft nun so schnell wie möglich auf dem Platz weiterhelfen. "Auf dem Platz versuche ich immer ein Leader zu sein und das Beste für die Mannschaft zu geben, um unsere Ziele für die kommende Saison zu erreichen."

Sein Alter von 29 Jahren und die letzten Vereinsstationen in China und Russland sieht Witsel derweil nicht als Nachteil. Er sei nun umso motivierter in einer Topliga zu spielen und könne dabei der Mannschaft mit seiner Erfahrung helfen. Auch Trainer ​Lucien Favre freut sich über seinen Neuzugang: "Er ist ein erfahrener Spieler. Er ist ohne Diskussion ein sehr, sehr guter Spieler. Taktisch ist er auch gut, kann die Bälle halten." Dabei plant Favre mit dem Mittelfeldspieler als Sechser oder Achter vor der Abwehr, da Witsel auch defensive Qualitäten mitbringe. 


Witsels Berater Paul Stefani gab nun einen Einblick, weshalb man sich für einen Wechsel zu Borussia Dortmund entschieden habe: "Wir haben ein bisschen geredet und Axel sagte: ‚Vielleicht will ich weg aus China‘. Ich habe ihm lachend geantwortet: ‚Ich verspreche dir, dass ich mit etwas Großartigem ankommen werde", berichtete Stefani laut ​Transfermarkt.de. "Ich erinnerte mich daran, dass ich ein paar Monate vorher zu Besuch bei Dortmund war und jemand vom Verein kennengelernt habe. Ich habe ihn angerufen und er hat Kontakt zu Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke hergestellt."

"Wir haben geredet, während Axel bei der WM spielte und ich erfuhr, dass Dortmund einen Spieler wie Witsel sucht. Ich habe ihnen erklärt, dass der portugiesische Anwalt von Witsel in China eine Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro hinterlegt hat. Das klang wie Musik in ihren Ohren, weil sie dachten, dass Tianjin rund 60 Millionen Euro fordern würde. Zorc hat ihm einen Plan vorgelegt und ihm haargenau erklärt, wie er spielen soll und was von ihm erwartet wird. Das was er gezeigt hat, war genau das, was Axel wollte. Nach dem Gespräch hatte ich den Eindruck, dass er seine Entscheidung schon getroffen hatte", so Berater Stefani. 


Dabei habe Witsel nach einer starken WM mit Belgien auch andere Optionen gehabt: "​Manchester United wollte ihn, Neapel auch. Aber ich habe ihm auch gesagt: ‚Bei Dortmund bist du die Nummer eins, bei Manchester einer von vielen, und bei Neapel auch‘. Axel sagte schließlich: ‚Tu mir einen Gefallen und mach es so schnell wie möglich klar. Ich würde sehr gerne nach Dortmund'." Nachdem der BVB erklärt hatte, dass man Witsel unbedingt verpflichten wolle, habe man eine Einigung gefunden und laut Berater "für deutsche Verhältnisse einen Lohn, der zu einem sehr großen Spieler passt". Es gibt noch abweichende Berichte, nach denen Witsel in Dortmund entweder 7,5 oder 10 Millionen Euro pro Jahr verdienen wird.