​Erst vor wenigen Stunden vermeldeten Sport Bild und Bild, dass es zwischen dem FC Bayern München und Manchester United eine Differenz von 25 Millionen Euro bei den Ablöseverhandlungen um Jerome Boateng gibt. Der somit ohnehin stark gefährdete Transfer ist aber nun laut denselben Quellen geplatzt!


Der 29-jährige Innenverteidiger hat demnach am heutigen Dienstag persönlich in einem Telefonat United-Manager Jose Mourinho mitgeteilt, dass er nicht nach Manchester wechseln wird - und bedankte sich zugleich für das an seiner Person gezeigte Interesse. Dabei spielen durchaus überraschende Umstände eine Rolle.


Während bei den Kaderplanern zuletzt große Offenheit gezeigt wurde, was einen Abgang von Boateng (für den richtigen Preis) anbelangt, betonten Mitspieler wie Manuel Neuer und sein neuer Cheftrainer Niko Kovac stets, dass er ein sehr wichtiger Teil der Mannschaft ist und zu den besten Akteuren auf seiner Position gehört. Und davon ist der DFB-Nationalspieler scheinbar angetan. 

Denn wenn auch die ihm gegenüber gezeigte Wertschätzung bei der Vereinsführung nicht so groß ist, denkt Boateng auch über einen Verbleib nach. Laut des Berichts soll bei seiner Absage ein Gespräch mit Kovac eine Rolle gespielt haben, zudem sieht er persönlich in München seine Chancen auf einen erneuten Gewinn der Champions League als besser an. Ein Verbleib ist für ihn also wieder eine wahrscheinliche Option, sicher ist dies allerdings nicht.


Denn Paris Saint-Germain ist aus dem Rennen noch nicht ausgestiegen - obwohl zugleich betont werden muss, dass im Gegensatz zu den Engländern die Franzosen noch nicht den Kontakt mit den Bayern aufgenommen haben. Es war aber schon vorher klar, dass Boateng wegen des Spielstils von Thomas Tuchel einen Wechsel nach Frankreich präferiert. Nun muss man nur noch abwarten, wie ernst es PSG mit dem Interesse meint - und ob man der Ablöseforderung in Höhe von 50 Millionen Euro nachkommen wird. Ernsthafte Konkurrenz hat der Scheichklub zumindest zum jetzigen Stand nicht. 

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