Nach dem 4:3-Erfolg gegen den FC Zürich musste Borussia Dortmund im zweiten Testspiel am Dienstag eine 1:3-Niederlage gegen den SSC Neapel hinnehmen. Lange war der BVB darum bemüht das Geschehen auf dem Rasen zu kontrollieren und engagiert nach Lücken zu suchen. Zu oft mangelte es jedoch an der nötigen Genauigkeit.


Borussia Dortmund – SSC Neapel 1:3 (0:2)

Tore: 0:1 Milik (7.), 0:2 Maksimovic (29.), Philipp (65.), 1:3 Callejon (90. +1)


Dortmunds Cheftrainer Lucien Favre wechselte, wie erwartet, komplett durch und ließ im Vergleich zum Test gegen Zürich elf frische Kräfte ran. Zwischen den Pfosten nahm Keeper Roman Bürki Platz, im Abwehrzentrum verteidigten Ömer Toprak und Abdou Diallo. Nuri Sahin, Mahmoud Dahoud und Mario Götze starteten im zentralen Mittelfeld, Christian Pulisic und Jadon Sancho agierten auf den Flügeln hinter Maximilian Philipp als alleinige Spitze.


Milik mit Auge – Dahouds Lattenkracher


Die rund 13.000 Zuschauer in der AFG-Arena sahen einen munteren Beginn des BVB. Nach nur sieben Minuten mussten die Schwarz-Gelben allerdings das erste Gegentor schlucken: Nach einem Fehlpass von Marcel Schmelzer im Spielaufbau war Arkadiusz Milik zur Stelle, der das Leder aus 18 Metern punktgenau ins linke Toreck bugsierte. Nur sechs Zeigerumdrehungen später hatte Mahmoud Dahoud Pech, der mit seinem satten Rechtsschuss am Querbalken scheiterte.

Borussia Dortmund v S.S.C. Napoli - Pre-Seaon Friendly

Führte den BVB als Kapitän aufs Feld: Lukasz Pisczek


Die Borussia war in der Folge das aktivere Team, suchte engagiert nach Lücken in der italienischen Defensive. Zu oft mangelte es jedoch an der nötigen Genauigkeit – auch im Abschluss: Nuri Sahin (24.) und Maximilian Philipp (27.) vergaben aussichtsreiche Möglichkeiten für den BVB. Die Neapolitaner profitierten wiederum von einer weiteren Unaufmerksamkeit im Dortmunder Abwehrverbund: Nach einem Verdi-Eckball kam Verteidiger Nikola Maksimovic viel zu frei zum Kopfball – das 2:0 (29.). Bis zum Pausenpfiff geschah wenig Erwähnenswertes, weshalb es für die Mannschaft von Carlo Ancelotti letztlich mit einer Zwei-Tore-Führung im Rücken in die Kabine ging.


Ohne personelle Wechsel aufseiten des BVB ging es rein in den zweiten Spielabschnitt, in dem die Partie etwas an Tempo verlor, die Westfalen allerdings weiter um Spielkontrolle bemüht waren. In der 65. Minute kam die Favre-Elf dann auch endlich zu ihrem Treffer: Christian Pulisic setzte sich stark durch und fand über Umwege Maximilian Philipp, der den Ball aus knapp sieben Metern trocken unter die Latte hämmerte (65.). 

In der Folge sollte den Schwarz-Gelben die kräfteraubende Vorbereitung anzumerken sein, denn bis auf einen Distanzschuss von Marcel Schmelzer (77.) konnten die Borussen offensiv kaum mehr Akzente setzen. Anders als die Italiener, die in der Nachspielzeit durch den Treffer von José Callejon für die Entscheidung sorgten.

​​Damit verlor der BVB seinen vorletzten Test vor dem Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth mit 1:3. Nach dem 4:3-Erfolg am Vormittag gegen den FC Zürich lieferte auch das Duell mit dem SSC Neapel, der an diesem Abend schlichtweg das effizientere Team war, weitere wichtige Erkenntnisse für Trainer Lucien Favre. Die Generalprobe für die Schwarz-Gelben gibt es derweil am kommenden Sonntag (17:30 Uhr), wenn man Lazio Rom empfängt.