BONN, GERMANY - JULY 27: Head coach Sandro Schwarz of Mainz gestures during the pre-season friendly match between 1. FC Koeln and 1. FSV Mainz 05 at Sportpark Nord on July 27, 2018 in Bonn, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Mainz 05: Die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung

Der FSV Mainz 05 war in diesem Jahr auf dem Transfermarkt aktiv wie nie: Unter anderem Abdou Diallo, Yoshinori Muto und Suat Serdar wurden abgegeben und so über 50 Millionen Euro an Transfererlösen erzielt - dafür holte man mit Jean-Philippe Mateta einen neuen Mittelstürmer, mit Moussa Niakhaté einen neuen Innenverteidiger und mit Pierre Kunde einen Mittelfeldspieler, für je über sechs Millionen Euro. Nun konnte man durch die Verpflichtung von Linksverteidiger Aaron Caricol außerdem einen echten Transfercoup landen. Hier kommen die Gewinner und Verlierer der bisherigen Vorbereitung:

1. Gewinner: Robin Quaison

Der 24-jährige Schwede absolviert bisher eine starke Vorbereitung und ist an den meisten gefährlichen Offensivaktionen der Mainzer beteiligt. In der kommenden Saison dürfte auf den Offensivspieler, der in der letzten Spielzeit vier Tore in 24 Bundesliga-Einsätzen erzielte, deshalb eine größere Rolle zukommen. 

2. Verlierer: Alexander Hack

Innenverteidiger Alexander Hack war in der vergangenen Saison Stammspieler bei Mainz 05, zog sich allerdings Anfang Juli einen Fußbruch zu, verpasst deshalb die aktuelle Saisonvorbereitung und wird wohl noch mindestens bis Mitte September ausfallen. Zu Saisonbeginn können sich deshalb andere Spieler in der Innenverteidigung fest spielen. 

3. Gewinner: Ridle Baku

Der 20-jährige Mittelfeldspieler Ridle Baku aus der eigenen Jugend des FSV Mainz durfte bereits in der letzten Saison in drei Spielen Bundesliga-Luft schnuppern und konnte dabei sogar direkt zwei Tore erzielen. Nachdem Baku in diesem Jahr auch offiziell von der zweiten Mannschaft zu den Profis befördert wurde, könnte er nach dem Verkauf von Suat Serdar schon früh zu regelmäßigen Einsatzzeiten kommen. Denn Trainer Sandro Schwarz hält viel von dem Mainzer Eigengewächs. 

4. Verlierer: Anthony Ujah

Trotz des Abgangs von Stürmer Yoshinori Muto sind die Einsatzchancen von Mainz-Rückkehrer Anthony Ujah nicht gestiegen. Denn die 05er verpflichten den 21-jährigen Mittelstürmer Jean-Philippe Mateta für acht Millionen Euro, der damit vereinsinterner Rekordtransfer ist. Mateta dürfte vorerst klar gesetzt sein. Und auch dahinter wird Ujah, der in der vergangenen Saison auf zwölf Einsätze für Mainz 05 kam, mit dem Dänen Emil Berggreen um die Jokerrolle kämpfen müssen. 

5. Gewinner: Moussa Niakhaté

Der 22-jährige Innenverteidiger Moussa Niakhaté kam in diesem Sommer vom FC Metz und soll die Nachfolge des nach Dortmund abgewanderten Abdou Diallo antreten. Der 1,90 Meter große Innenverteidiger überzeugt bisher vor allem durch seine starke Physis und Athletik und soll der nächste U21-Spieler aus Frankreich werden, der in Mainz den nächsten Schritt macht. Bisher machte Niakhaté so gut wie jedes Testspiel und wusste dabei zu überzeugen. Aufgrund des längerfristigen Ausfalls von Hack dürfte dem 22-Jährigen ein Stammplatz zum Saisonstart sicher sein.

6. Verlierer: René Adler

Stammtorwart René Adler zog sich im Mai eine schwere Knieverletzung zu und musste operiert werden. Zwischenzeitlich war sogar über ein mögliches Karriereende des 33-Jährigen spekuliert worden. So schlimm scheint es aber nicht: Adler konnte im Juli bereits wieder mit dem muskulären Aufbautraining beginnen, wird jedoch noch langfristig ausfallen. Die besten Chancen auf die Rolle als neue Mainzer Nummer Eins hat aktuell der 20-jährige Florian Müller, der bereits in der vergangenen Saison fünf Bundesliga-Spiele machte und dabei sehr überzeugend hielt. Auch in der bisherigen Vorbereitung war Müller erste Wahl im Tor.

Mainz 05 hat einige Leistungsträger verloren, aber auch einen Teil der Einnahmen in junge, hoffnungsvolle Spieler investiert, die wie Falle von Innenverteidiger Niakhaté, Linksverteidiger Caricol und Mittelstürmer Mateta direkt Stammplätze einnehmen dürften. Außerdem sollen junge Talente wie Eigengewächs Ridle Baku und Torwart Müller den nächsten Schritt machen.