Albin Ekdal will den Hamburger SV verlassen - das ist längst kein Geheimnis mehr. Und auch die HSV-Verantwortlichen dürften gewillt sein, den Großverdiener bei einem entsprechenden Angebot ziehen zu lassen. Das könnte nun aus Italien vorliegen. Sampdoria Genua soll bereits eine Millionen-Offerte vorgelegt haben. Ekdals Berater bestätigt derweil den Wechselwunsch des 29-Jährigen.


​Bei der Weltmeisterschaft in Russland stand Albin Ekdal in allen fünf Partien in der schwedischen Startelf. In seinen drei Spielzeiten beim Hamburger SV war das häufig genug nicht der Fall. Meist hinderten Verletzungen den 29-jährigen Mittelfeld-Strategen daran, das Spiel des Bundesliga-Dinos zu leiten.


Hamburger SV Training Session

Zum Zweitliga-Auftakt schaute Ekdal 90 Minuten von der Bank aus zu, wie seine Kollegen gegen Holstein Kiel eine derbe 0:3-Pleite hinnehmen mussten. Nach dem verlängerten WM-Urlaub war der Schwede noch keine Option für die Startelf. Am kommenden Sonntag in Sandhausen hätte sich das höchstwahrscheinlich geändert. HSV-Coach Christian Titz nahm i​m Trainingsspiel am heutigen Dienstag gleich vier Veränderungen in der vermeintlichen A-Elf vor


In einem 4-4-2-System rückte Ekdal gemeinsam mit Neuzugang Christoph Moritz in die Mittelfeld-Zentrale. Dort war er in der ersten Zweitliga-Auswärtsbegegnung der Vereinsgeschichte für den gegen Kiel blassen Matti Steinmann eingeplant. Doch so wie es derzeit aussieht, muss Christian Titz diese Pläne gleich wieder verwerfen.


Ekdal steht nämlich vor dem Absprung aus Hamburg, über den schon seit geraumer Zeit spekuliert wurde. Wie die Bild berichtet, dürfte sein Weg zurück nach Italien führen, wo er vor seinem Engagement an der Elbe bereits sieben Jahre unter Vertrag stand. Demnach habe Sampdoria Genua bereits ein erstes Angebot über 1,3 Millionen Euro abgegeben. Der italienische Transfer-Experte Gianluca Di Marzio berichtet über ein Angebot von einer Million Euro.

Sicher ist jedenfalls, dass der Schwede zurück in die Serie A möchte. Ekdal-Berater Martin Klette bestätigte den Wechsel-Wunsch seines Klienten zum Tabellenzehnten der vergangenen Saison: "Ich kann bestätigen, dass Sampdoria an Albin interessiert ist und er nach Genua wechseln möchte. Seit Ende April sind sich Albin und der HSV einig, dass er Hamburg diesen Sommer verlassen wird."

Trotz Vertrag bis 2019 deuten die Zeichen auf Abschied - zumal Ekdal schon vor der WM in Russland sein Apartment an der Elbe gekündigt hatte. Der HSV bekommt so einen Großverdiener von der Gehaltsliste und kassiert dazu noch eine Ablöse. 1,1 Millionen Euro netto soll der Schwede nach Bild-Informationen auch in der Zweiten Liga kassieren. Nun könnte der HSV versucht sein die Ablösesumme noch etwas nach oben zu schrauben. Die MoPo schreibt, dass die Klub-Bosse Ekdal erst ab einem Angebot von 2,5 Millionen Euro ziehen lassen wollen.  Am Verkauf des Schwedens - noch vor der Auswärtspartie am Sonntag in Sandhausen (13.30 Uhr) - dürfte es dagegen kaum mehr Zweifel geben.