Die Titelsammlung von Ousmane Dembele im Jahr 2018 ist beachtlich: Der Ex-BVB-Star wurde spanischer Meister und Pokalsieger mit dem FC Barcelona, sowie Weltmeister mit Frankreich. Dennoch verlief die Saison für den 21-Jähirgen bescheiden. Dembele blieb oft nur die Zuschauerrolle. In der kommenden Spielzeit soll sich das ändern: Mit seiner vorzeitigen Rückkehr aus dem Urlaub setzt Dembele ein starkes Zeichen.


Ousmane Dembele hätte eigentlich noch bis zum 13. August Urlaub gehabt. Trotzdem trainiert der Franzose seit gestern schon wieder mit. Es ist eine der wenigen positiven Nachrichten um seine Person in den letzten Monaten. Zwar gewann er mit Frankreich den Titel in Russland, jedoch verlor er seinen Stammplatz nach schwachen Leistungen bereits in der Gruppenphase. In der K.o.-Phase setzte Trainer Didier Deschamps ihn nur noch einmal in den bedeutungslosen Minuten gegen Uruguay ein, ansonsten saß Dembele immer auf der Bank. 

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Beim Triumph von Russland blieb Dembele (l., neben Barça-Kollege Samuel Umtiti) in der Equipe Tricolore nur eine Nebenrolle


Auch beim FC Barcelona hatte er die Erwartungen in seinem ersten Jahr nicht erfüllen können. Im August 2017 wechselte er für 105 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Katalonien. Um den Transfer zu erzwingen, hatte Dembele damals gestreikt und war vom Training ferngeblieben. Charakterlich gab der schmächtige Flügelspieler ein sprunghaftes Bild von sich ab. Die Saisonvorbereitung absolvierte er aufgrund des Wechsel-Theaters nur teilweise. Bei seinem zweiten Spiel erlitt er einen Oberschenkelmuskelriss und fehlte in der Folge für 20 Spiele. Im Januar pausierte er dann noch einmal sieben Spiele wegen einer Muskelreizung.


Dembele hat Konkurrenz bekommen


Obwohl sich der FC Barcelona in einen Rausch spielte und dominant den LaLiga-Titel einfuhr, war die Spielzeit für Dembele eine gebrauchte. Im Winter verpflichtete Barcelona den brasilianischen Offensivspieler Phillipe Coutinho, wodurch Dembeles Durchbruch noch ein wenig länger auf sich warten ließ. Erst ab März nahm er ein wenig an Fahrt auf, in den letzten drei Saisonmonaten glückten ihm drei Tore und fünf Vorlagen in der Liga. Im Copa-del-Rey-Finale spielte er dem ungeachtet nur acht Minuten. Seine Schnelligkeit und Eins-gegen-Eins-Fähigkeiten konnte er nicht wie in Dortmund darbieten.

​​In Barcelona will man unter allen Umständen an Dembele festhalten. Zwar verpflichtete Barça vor zwei Wochen mit Malcom einen direkten Konkurrenten auf der Rechtsaußen-Position. Ferner gibt es Gerüchte, wonach es Dembele zum FC Arsenal zieht. Der Franzose steht aber nicht zum Verkauf.


Sportdirektor Eric Abidal und Trainer Ernesto Valverde stärken dem Franzosen obligatorisch den Rücken. Barcelona-Präsident Josep Maria Bartomeu versicherte dem Youngster, dass man ihn weiter im Blaugrana-Trikot sieht, berichtet Barça-Experte Gerard Romero. 

Nun liegt es am Dribbelkünstler selbst, zu zeigen, dass er die Rekordsumme wert war. Einfacher ist seine Situation im Vergleich zum Vorjahr nicht geworden. Zumindest deutet seine vorzeitige Rückkehr ins Training an, dass er gewillt ist, das letzte Jahr hinter sich zu lassen.