​Seit nunmehr neun Jahren läuft Tony Jantschke für die Profis von ​Borussia Mönchengladbach auf. Schon zuvor durchlief der Verteidiger einige Jugendabteilungen der 'Fohlen'. In der vergangenen Saison spielte er trotz seiner großen Verdienste für den Verein in den Überlegungen von Trainer ​Dieter Hecking jedoch nur eine untergeordnete Rolle, zudem schlug er sich mit vielen kleinen Blessuren durch die Saison. Auch die kommende Spielzeit dürfte für den Routinier angesichts der Konkurrenz nicht einfach werden. In einem Interview nahm der Abwehrspieler nun Stellung zu seiner aktuellen Situation und zeigte sich dabei erfrischend ehrlich.


So gab der Rechtsverteidiger unumwunden zu, dass er sich in der Vergangenheit durchaus Gedanken gemacht habe, ob er bei der Borussia eine Zukunft hat. "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mir keine Gedanken gemacht hätte, das wäre ja schlimm", so der Gladbach-Profi in einem Gespräch mit fohlen-hautnah.de. Dass nun mit ​Michael Lang ein weiterer Kontrahent für seine Postion verpflichtet wurde, sieht er dennoch positiv, schließlich sei eine Mannschaft immer nur so gut, "wie das schwächste Glied". 

Nicht nur, weil sich der Neuzugang erst unlängst eine Verletzung zugezogen hat, sieht er dennoch Chancen für sich, schließlich habe er in der Vergangenheit bereits auf verschiedenen Positionen bewiesen, dass er auf einem guten Niveau spielen kann. Nun sei es Trainer Dieter Heckings Aufgabe "die Elf zu finden, die am besten zusammenpasst und nicht die, die vielleicht individuell am stärksten ist".


Vor einem Jahr hat der ewige Borusse seinen Vertrag bis 2021 verlängert. Dss es aber dennoch keine Gewissheit gibt, dass er den Gladbachern bis dahin wirklich erhalten bleibt, weiß der erfahrene Abwehrspieler ganz genau. "Das weiß man nie. Das ist ja kein Wunschdenken, es ist ein Business", so Jantschke. Im Moment gebe es für ihn aber "keinen Grund zu gehen". Dabei erklärte er, dass es für ihn nicht wichtig sei, ob er "34 Spiele, 24 Spiele oder vielleicht nur 14 Spiele mache", vielmehr wolle er seinen Teil zum Erfolg der Borussen beitragen und etwas erreichen.

Borussia Moenchengladbach Training Camp

Tony Jantschke will sich bei der Borussia behaupten


Er halte nicht viel davon, Konkurrenzkämpfen aus dem Weg zu gehen, da der einfachste Weg "immer ein bisschen langweilig" sei. "Wenn das dann für mich bedeutet, dass ich mal ins zweite Glied rücken muss, dann ist das so", erklärt der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben dem Rechtsfuß aufgezeigt, dass der Fußball ein Tagesgeschäft ist und daher wolle er die Saison nun erst einmal auf sich zukommen lassen. Gedanken über die Zeit nach seinem Vertragsende im Jahre 2021 seien daher im Moment auch nicht wichtig.


Schlussendlich fühle er sich aktuell bei den Gladbachern sehr wohl, auch wenn es keinen Sinn mache, Prognosen aufzustellen. Dennoch glaube er, dass "der Verein zufrieden ist mit dem, was ich dem Verein bringe und was ich auch hinter den Kulissen mache". Schließlich sei auch "nicht ganz zu verachten, was man innerhalb einer Mannschaft immer einbringt". Darüberhinaus habe er mit der Zeit auch bei den Fans eine "gewisse Wertigkeit" aufgebaut.