​Seit neun Jahren läuft Lars Bender schon im Trikot von ​Bayer 04 Leverkusen auf. In seiner Zeit bei der Werkself durchlief der gebürtige Bayer zwar auch einige Tiefs, konnte aber auch mehrere Spielzeiten auf der Sonnenseite der Bundesliga verleben. Ein Titel war dem Kapitän von Bayer mit seinem Team dabei aber noch nicht vergönnt. Geht es nach dem Mittelfeldspieler, muss es dabei aber nicht bleiben.


So erklärte der 19-fache deutsche Nationalspieler in einem Interview mit der Rheinischen Post, dass er zwar keine Trophäe benötige, um seine Zeit in Leverkusen als erfolgreich zu bezeichnen, zeigte sich aber dennoch sehr ehrgeizig. "Als Sportler sollte man immer Ziele haben, nach denen man strebt und denen man alles unterordnet. Wenn einem das Feuer für eine Aufgabe fehlt, kann man auch direkt aufhören", so der 29-Jährige. So sei es für ihn immer noch ein großes Ziel, "mit Bayer 04 einen Titel zu gewinnen".

Dabei sieht der Kapitän in seiner Mannschaft jede Menge Potenzial und machte daher auch keinen großen Hehl daraus, dass er unbedingt noch einmal in der Champions League spielen wolle. Die Voraussetzungen dafür seien nun sehr viel besser als noch vor einem Jahr, als der neue Trainer ​Heiko Herrlich die Mannschaft nach einer komplett missratenen Vorsaison erst wieder aufbauen musste. Auch dank der Arbeit des 46-jährigen Fußballlehrers sei man nun wieder ein "verschworener Haufen".


Dass es dennoch auch weiterhin Baustellen im Kader der Werkself gibt, ist auch dem gebürtigen Rosenheimer nicht entgangen. So sieht Bender weiterhin Schwächen in der Sturmspitze. "Wenn noch jemand käme, der genau weiß, wo das Tor steht, würde sich sicher niemand verschließen. Wobei wir sicherlich alle noch zielstrebiger und mit mehr Überzeugung auf dem Platz agieren könnten. Uns mangelt es definitiv nicht an Torchancen, sondern an der Ausbeute", so der defensive Mittelfeldspieler. 


Dennoch überwiegt bei dem erfahrenen Mittelfeldakteur der Optimismus, auch wenn er sich nicht allzu weit aus der Deckung herausragen will. "Wir haben sehr viele junge, talentierte Spieler mit durchaus schon viel Erfahrung. Die Mischung stimmt. Sicherlich ist es eines der stärksten Teams, das ich in meinen neun Jahren unterm Bayer-Kreuz erlebt habe", so der Deutsche. Daher müsse der Anspruch des Vereis sein, sich für die Champions League zu qualifizieren.