​Die Verantwortlichen des ​FC Bayern München überraschten vor wenigen Tagen viele Experten, indem sie ihrem einstigen Mittelfeldkämpfer ​​Arturo Vidal die Freigabe für einen Wechsel erteilten. Mittlerweile ist der Chilene bei seinem neuen Verein​ FC Barcelona angekommen. Dabei soll die mangelnde taktische Flexibilität des Routinier einer der Faktoren gewesen sein, der die Bosse zum Umdenken gebracht hat.


Unter Ex-Trainer Jupp Heynckes war der 100-fache chilenische Nationalspieler noch zumeist gesetzt und verpasste lediglich am Saisonende aufgrund von Knieproblemen einige Partien am Stück. Obwohl man unter der Bayern-Ikone erneut eine komplett ungefährdete Meisterschaft feiern konnte, setzt dessen Nachfolger Niko Kovac bei den Bayern derzeit einige Hebel in Bewegung. Eine wichtige Rolle soll dabei auch Neuzugang Leon Goretzka spielen.

So soll der ehemalige Schalker nach Informationen der BILD für die Sechser-Position vorgesehen sein. Mittelfeldabräumer Vidal hätte daher auf die Achter-Position ausweichen müssen. Der zentrale Mittelfeldspieler soll jedoch intern zum Ausdruck gebracht haben, dass er sich mit dieser Postion nicht anfreuen kann und er daher einen Wechsel zu einem anderen Klub bevorzuge. An den technischen Qualitäten von Goretzka besteht wenig Zweifel, ob er aber auch auf mentaler Ebene dem erfahrenen Südamerikaner das Wasser reichen kann, werden die nächsten Wochen zeigen.


Neben der taktischen Ausrichtung, soll es einen weiteren Grund für die Trennung von Vidal gegeben haben. So erläuterte Sportdirektor Hasan Salihamidzic der BILD, dass sich die Bayern in Zukunft wieder vermehrt auf deutsche Talente konzentrieren möchten. So soll der Kaderumbruch mit jungen Nationalspielern, wie eben Goretzka, vorangetrieben werden. "Den Kern der Kabine wollen wir deutsch haben", so der 44-Jährige.