​Während viele internationale Spitzenklubs in diesem Sommer bereits einige Millionen Euro in Bewegung setzen um namhafte Neuzugänge zu präsentieren, gestaltete sich diese Transferphase beim ​FC Bayern München verhältnismäßig ruhig. Mit ​Serge Gnabry schloss sich dem Rekordmeister jedoch ein Spieler an, der in den Planungen vom neuen Trainer Niko Kovac eine größere Rolle spielen könnte, als viele noch vor wenigen Wochen vermutet haben.


Zu den größten Stärken des 23-Jährigen gehört seine extreme taktische Flexibilität. So lernte der zweifache deutsche Nationalspieler bereits bei seinem Ex-Trainer Julian Nagelsmann bei der TSG 1899 Hoffenheim, sich sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive einzubringen. Dabei kam er sowohl als Außenverteidiger, aber auch als Spielmacher oder Stürmer zum Einsatz. Gerade weil Bayern-Cheftrainer Niko Kovac derzeit auch an einer defensiven Dreierkette bastelt, könnte Gnabry eine elementare Rolle einnehmen.

Hatte der kroatische Fußballlehrer seinen neuen Schützling auf der USA-Reise noch als rechten Außenverteidiger getestet, kam der gebürtige Stuttgarter beim ​1:0-Testspielsieg der Bayern gegen Manchester United am Sonntag in einem 4-3-3-System als Mittelstürmer zum Einsatz. Bereits bei einigen Trainingseinheiten im Vorfeld hatte sich diese Überlegung von Kovac angedeutet. Dabei konnte der Angreifer durchaus überzeugen und zeigte an, dass er auch auf dieser Position mindestens als Back-up für Robert Lewandowski eine neue Alternative darstellt. 


In der zweiten Halbzeit gegen die 'Red Devils' durfte der gebürtige Schwabe dann auch noch auf dem linken Flügel sein Können unter Beweis stellen und ließ seine Gegenspieler einige Male ziemlich alt aussehen. Nach der Partie zeigte sich daher auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic mit seinem neuen Schützling komplett zufrieden. "Er macht das sehr gut. Er hat sich sehr gut eingefügt hier. Es ist so, als ob er schon einige Zeit da ist. Er hat das auch heute sehr gut gemacht", so der 41-Jährige gegenüber Spiegel Online.