​Nach starken Leistungen von Aleksandar Dragovic in der bisherigen Vorbereitung äußerten sich nun sowohl Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich als auch Geschäftsführer Rudi Völler äußerst positiv über den österreichischen Innenverteidiger. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er eine sehr wichtige Rolle in dieser Saison einnimmt", meinte etwa Trainer Herrlich. 


Innenverteidiger Dragovic wechselte bereits 2016 für 18 Millionen Euro zu ​Bayer Leverkusen, konnte sich allerdings nicht in der Mannschaft etablieren und wurde deshalb in der vergangenen Saison nach Leicester City verliehen, wo der 27-jährige Österreicher aber ebenfalls keine große Rolle spielte - nur elf Premier-League-Einsätze standen am Ende zu Buche. Doch nach starken Leistungen in Trainings und Testspielen der bisherigen Vorbereitung könnte sich die Situation für Dragovic in Leverkusen nun ändern.

Denn die Bayer-Verantwortlichen finden nur positive Worte für den Rückkehrer: "Jetzt ist er nach der Leihe aus Leicester zurückgekommen und hat es bislang in der Vorbereitung sehr, sehr gut gemacht, in allen Spielen, in denen er zum Einsatz gekommen ist", erklärte Geschäftsführer Sport Rudi Völler gegenüber der ​Bild. Und auch Trainer Herrlich macht dem Innenverteidiger Hoffnung: "Drago macht bisher einen super Eindruck. Ich bin froh, dass er wieder zurück ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er eine sehr wichtige Rolle in dieser Saison einnimmt. Mein Wunsch ist absolut, dass er bei uns bleibt."


Außerdem verletzte sich im letzten Testspiel Innenverteidiger Panagiotis Retsos und könnte mit einem Sehnenanriss etwa sechs Wochen ausfallen, was die Einsatzchancen von Dragovic in Leverkusen steigern würde: "Ich kenne das ja, weil ich selber Trainer war - als Trainer willst du am liebsten Spieler behalten. Panos Retsos fällt relativ lange aus. Das ist auch ein Argument dafür, dass es nicht den Anschein hat, dass wir noch einen Spieler abgeben. Dafür haben wir einfach zu viele Spiele. Und Drago macht jetzt auch einen besseren Eindruck als vor zwei Jahren, als wir ihn verpflichtet haben", deutete Geschäftsführer Völler deshalb einen Verbleib des Österreichers an.

Sportlich sieht Trainer Herrlich definitiv einen Gewinn im 27-jährigen Nationalspieler: "Sie können alleine an den Statistiken aus den Testspielen ablesen - er hat insgesamt die meisten Minuten gespielt, wenn ich meine Videoanalysen mache, da gab es bisher nichts zu bemängeln. Da war sehr viel Positives in der Verteidigung und Spielöffnung zu sehen. Er macht das absolut zuverlässig. Natürlich will ich die Spieler, die ich habe, am liebsten alle behalten. Aber die wirtschaftlichen Dinge kann nicht ich, die muss der Verein entscheiden."


Damit dürfte ein Verbleib von Dragovic auch davon abhängen, ob Bayer Leverkusen nach den Verpflichtungen von Paulinho und Mitchell Weiser trotz des Verkaufs von Bernd Leno und der ​Champions-League-Gelder noch Transfereinnahmen erzielen muss oder will. Dabei dürfte auch entscheidend davon abhängen, ob überhaupt noch ein lukratives Angebot für Innenverteidiger Dragovic kommt und ein Transfer finanziell Sinn macht.