Der VfL Wolfsburg sucht noch immer nach einem neuen Flügelspieler, doch Filip Kostic wird nicht der erhoffte Neuzugang. Stattdessen wird man sich nach einer neuen Alternative umsehen, wobei man der Braunschweiger Zeitung zufolge möglicherweise Patrick Herrmann ins Visier nehmen wird.  


Einige Zeit wurde über einen Wechsel von Filip Kostic zum VfL Wolfsburg spekuliert, doch dieser hat sich offenbar zerschlagen. Wie berichtet wird, ​haben die 'Wölfe' bereits am Donnerstag eine Absage erhalten, wobei Mitte der Woche angeblich noch von einer Einigung die Rede war.


Wohin es den Serben zieht, ist unklar, doch Fakt ist, dass man sich in Wolfsburg nun auf die Suche nach einer neuen Alternative machen muss. Der gewünschte Spieler soll über Erfahrung verfügen, zudem über Qualitäten im Abschluss verfügen und die Torgefahr auch durch Vorlagen erhöhen.

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Allzu viel Geld wird man allerdings nicht in die Hand nehmen können und wollen, weshalb laut der BZ ein vergleichsweise günstiger Transfer erfolgen soll. Daher wird möglicherweise Patrick Herrmann in den kommenden Tagen ein Thema.


Der 27-Jährige wechselte vor zehn Jahren in die Nachwuchsabteilung von Borussia Mönchengladbach, schaffte einige Jahre später den Durchbruch und gehörte über Jahre zum Stammpersonal. Doch nach einem Kreuzbandriss im Oktober 2015 folgte ein erster Rückschlag in seiner Karriere. Unter Dieter Hecking kam er in der abgelaufenen Saison nur selten von Anfang an zum Zug. 


Herrmann will den Kampf annehmen - Hecking deutet Abschied an


Der 53-Jährige habe ihm erst kürzlich mitgeteilt, dass er wohl kaum noch eine Perspektive in Mönchengladbach hat: "Wir haben ein klares Gespräch gehabt. Wir werden sehen, welche Schlüsse er daraus zieht", sagte er gegenüber dem Express

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Herrmann, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, betonte jedoch zuvor, dass er sich weiterhin durchsetzen wolle: "Ich werde Gas geben und möchte mich durch Leistung für eine Vertragsverlängerung anbieten. Ich konzentriere mich auf Borussia, jeder, der mich kennt, weiß, wie ich zu Gladbach und diesem Klub stehe. Ich habe keine anderen Pläne."


Allerdings deutete auch Sportdirektor Max Eberl an, dass man ihm bei einem Wechselwunsch keine Steine in den Weg legen werde. Innerhalb des Kaders herrsche ein großer Konkurrenzkampf, wobei jeder Spieler selbst entscheiden müsse, ob er sich diesem stellt oder eine andere Herausforderung sucht. "Wir werden zu keinem Spieler sagen: Du bist nicht mehr bei uns im Kader. So etwas wird es bei uns nicht geben. Aber wir werden jedem Spieler offen sagen, wie dessen Chancen auf Einsatzzeiten sind", so der 44-Jährige.

In Wolfsburg würde er unter anderem mit Josip Brekalo, Paul-Georges Ntep, Felix Klaus und Admir Mehmedi um einen Platz auf den Flügeln konkurrieren. In Gladbach ist die Konkurrenz hingegen um einiges größer, weshalb sich Patrick Herrmann die Frage stellen muss, welche Option die sinnvollere wäre. ​Zuletzt wurde er auch mit einem Wechsel zum 1. FC Nürnberg in Verbindung gebracht, doch aus finanzieller Sicht wäre dieser für den Aufsteiger wohl kaum zu stemmen.