Bayern Munich's Croatian headcoach Niko Kovac walks on a pitch for a team trainings session of the German first division Bundesliga team FC Bayern Munich in the team trainings camp in Rottach-Egern, southern Germany, on August 3, 2018. (Photo by Christof STACHE / AFP)        (Photo credit should read CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images)

Nach Vidal-Abang: Die Rangfolge im Mittelfeld des FC Bayern München

Mindestens ein zentraler Mittelfeldspieler sollte den FC Bayern aufgrund des Überangebots verlassen. Dieser Fall ist nun eingetreten: Arturo Vidal verlässt den Rekordmeister nach drei Jahren und wird sich dem FC Barcelona anschließen


Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass noch ein weiterer Kandidat den Verein verlassen wird, da noch immer acht Spieler um einen Platz im Mittelfeld kämpfen, wobei nicht jeder regelmäßige Einsatzzeiten erhalten wird. Der Kampf um die Plätze ist eng, und unter Niko Kovac werden die Karten ohnehin neu gemischt, weshalb man eigentlich noch abwarten muss, auf wen der  Dennoch präsentieren wir im Folgenden eine Möglichkeit, in welcher Rangfolge die einzelnen Akteure stehen.

8. Sebastian Rudy

Im vergangenen Jahr wechselte Sebastian Rudy ablösefrei von 1899 Hoffenheim zum FC Bayern, wobei ihm nur zunächst nur wenig Spielzeit zugetraut wurde. Doch der 28-Jährige wurde häufig von Carlo Ancelotti eingesetzt und zeigte durchaus gute Leistungen, musste sich nach der Entlassung des Italieners jedoch hinten anstellen.


Unter Jupp Heynckes kam er kaum zum Zug, weshalb neben einem möglichen wechsel zum FC Schalke auch ein Engagement bei RB Leipzig für kurze Zeit im Raum stand. Dennoch wird Rudy aller Voraussicht nach in München bleiben und daran arbeiten, dass er in der kommenden Saison wieder mehr Einsatzminuten auf dem Platz erhalten wird.

7. Thiago

Jahrelang gehörte Thiago zu einem der wichtigsten Bausteine der Bayern, wenn der 27-Jährige von Verletzungen verschont blieb. Doch auch in der vergangenen Spielzeit musste er für einige Monate aussetzen, fand danach nicht mehr ganz zu alter Stärke zurück und blieb auch in den entscheidenden Partien relativ blass.


Zwar plane man mit dem Spanier, doch bei einem passenden Angebot würde man ihn möglicherweise ziehen lassen. Bislang wurde er mit einer Rückkehr zum FC Barcelona in Verbindung gebracht, konkret wurden diese Spekulationen jedoch nicht. Daher bleibt abzuwarten, ob Thiago auch nach dem 31. August in München verweilt und inwiefern er unter Kovac zum Einsatz kommt.

6. Renato Sanches

Renato Sanches hingegen steht ganz oben auf der Liste des neuen Trainers. Der 20-Jährige erlebte zwei schwache Jahre, die man nach seinem Wechsel für 35 Millionen Euro so nicht erwartet hatte. Nach der unglücklich verlaufenen Leihe zu Swansea City stand ebenfalls ein Verkauf im Raum, doch der Portugiese soll bleiben und noch einmal einen Neuanfang wagen.


Seine ersten Auftritte waren durchaus vielversprechend, doch der Konkurrenzkampf ist groß. Sanches wird weiterhin hart an sich arbeiten müssen, doch er bekommt klar das Vertrauen von Kovac zugesprochen, weshalb er in dieser Saison vermutlich öfter zum Zug kommt.

5. Correntin Tolisso

Mit 41,5 Millionen Euro stieg Correntin Tolisso zum Rekordtransfer des FC Bayern auf, doch der Weltmeister spielte in seiner Premierensaison trotz regelmäßiger Einsätze keine entscheidende Rolle. Viel mehr kam er oft von der Bank und spielte nur selten über 90 Minuten durch, falls er von Anfang an gebracht wurde.


Doch der 24-Jährige konnte immer wieder andeuten, wieso man so viel Geld für seine Dienste in die Hand nahm. Nach dem WM-Triumph in Moskau wird er sich mit Sicherheit auch in München weiter steigern wollen, um weiterhin regelmäßig auf dem Platz zu stehen.

4. Leon Goretzka

Leon Goretzka ist variabel einsetzbar und hofft, diese Eigenschaft als positiven Vorteil nutzen zu können. Der 23-Jährige zeigte in den vergangenen Jahren eine ansehnliche Entwicklung beim FC Schalke 04, erlebte jedoch eine schwache Rückrunde, in der er auch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. 


In München will er sich durchsetzen und in den kommenden Jahren eine wichtige Säule werden. Dabei kann er zur Not auch auf die rechte Außenbahn ausweichen, doch insgesamt fühlt er sich im offensiven Mittelfeld am wohlsten. Dort schaltet sich Goretzka in die Angriffe ein und bereitet nicht nur Tore vor, sondern erzielt sie auch selbst.

3. Javi Martinez

Noch ist unklar, wo genau Javi Martinez spielen wird. Jupp Heynckes versetzte ihn in der vergangenen Saison ins defensive Mittelfeld, wo er schon in seiner Debütsaison für die Münchner agierte. Unter Pep Guardiola und Carlo Ancelotti kam er meist als Innenverteidiger zum Einsatz, doch die abgelaufene Saison hat bewiesen, dass seine wahren Stärken auf der 'Sechs' liegen.


In den Testspielen kam er in der Innenverteidigung zum Einsatz, doch klar ist, dass der 29-Jährige beide Positionen spielen kann. In einer Dreierkette wäre er vermutlich in der Abwehr zu finden, dennoch gehört er auch im Mittelfeld zu einem der wichtigsten Akteure, indem er immer wieder gefährliche Angriffe der Gegner entschärfen kann.

2. Thomas Müller

Etwas weiter vorne ist Thomas Müller anzusiedeln. Der 28-Jährige kann im offensiven Mittelfeld, allerdings auch auf der rechten Außenbahn und als hängende Spitze agieren. In der Vergangenheit war er im Zentrum am erfolgreichsten, da er mit Torjäger Robert Lewandowski immer wieder harmonierte und nicht nur viele Tore vorbereitete, sondern auch selbst erzielte.


Nach einer schwächeren Saison 2016/17 lieferte Müller in 45 Einsätzen 35 Torbeteiligungen und stellte seine Klasse erneut unter Beweis. Für das Spiel der Bayern sind seine Qualitäten zwischen den Linien von hoher Bedeutung, weshalb er weiterhin gesetzt sein dürfte.

1. James Rodriguez

Das Prunkstück ist jedoch James Rodriguez. Der Kolumbianer geht in sein zweites Jahr beim FC Bayern, fühlt sich entgegen einiger Medienberichte jedoch wohl und kann sich auch einen Verbleib über 2019 hinaus vorstellen. Die Verantwortlichen werden ohnehin aller Voraussicht nach die Kaufoption ziehen, wodurch die Leihgabe von Real Madrid langfristig an den Verein gebunden wäre.


Innerhalb der Mannschaft kam er unter Heynckes immer besser in Fahrt, bereitete in 39 Partien 14 Tore vor und stellte seine Qualitäten ein ums andere Mal unter Beweis. Seine technische Veranlagung sowie seine Kreativität sind seine größten Merkmale, weshalb er einer der Spieler ist, die den Unterschied ausmachen. Klar ist: An James führt nahezu kein Weg vorbei.