Bei wenigen Vereinen aus der Bundesliga kam es in diesem Sommer bereits zu so vielen gravierenden Veränderungen wie bei Eintracht Frankfurt. So fanden die Hessen mit ​Adi Hütter nicht nur einen Nachfolger für den neuen Bayern-Trainer Niko Kovac. Darüberhinaus gilt es auch unter anderem den Abgang von Leitwolf Kevin-Prince Boateng zu verdauen. Bis heute halten sich zudem weitere Gerüchte über vermeintliche Neuzugänge und Abgänge hartnäckig. Sportdirektor Bruno Hübner stellte in einer Presserunde nun jedoch einiges klar.​


Zuletzt wurde den Frankfurtern sowohl ein Interesse an der Verpflichtung von ​Steven Berghuis von Feyenoord Rotterdam und Eljero Elia von Istanbul Basaksehir nachgesagt. Wie der Deutsche nun jedoch von der Hessenrundschau zitiert wurde, seien beide Spieler derzeit "kein Thema" für die Eintracht. Auch rund um mögliche Abgänge tue sich bei den 'Adlern' derzeit wenig und so erklärter der erfahrene Funktionär, dass sowohl für Jetro Willems, als auch für ​Ante Rebic derzeit "keine Angebote" vorliegen würden. Das niederländische Portal Football Oranje hatte unlängst behauptet, sowohl der FC Everton, als auch AS Rom seien an dem Außenverteidiger interessiert. "Es ist immer die Frage, welche Alternativen man für einen Spieler hätte und was man für eine Ablöse bekommen würde. Von daher beschäftigen wir uns damit im Moment nicht", so der Kaderplaner der Hessen.

Insbesondere die Personalie Ante Rebic hält die Frankfurter spätestens nach dessen starken Auftritten bei der Weltmeisterschaft in Russland in Atem. Dem Vernehmen nach, haben einige internationale Spitzenvereine ein Auge auf den kroatischen Angreifer geworfen. Nachdem die Eintracht aber bereits einige Führungsspieler verloren hat, soll der 24-Jährige unbedingt gehalten werden. Ein Bericht eines spanischen Radiosenders, dass Rebic mit dem FC Sevilla bereits in weit fortgeschritten Gesprächen sei, dementiere Hübner komplett, zumal auch die kolportierte Ablösesumme von 21 Millionen Euro deutlich zu niedrig sei.


 "Unser Ziel ist es, dass Ante bei uns bleibt", so Hübner. Dabei hofft er darauf, dass die Führungsposition bei den Frankfurtern eine reizvolle Aufgabe für den ehrgeizigen Stürmer ist. Im gleichen Atemzug räumte der Sportdirektor aber auch ein, dass man noch Gespräche führen müsse, um festzulegen, "was passiert, wenn Angebote kommen".

Mit der Zukunft von Rebic dürfte auch ein Stück weit das Schicksal von Marco Fabian verknüpft sein. Der Mexikaner spielte zuletzt keine große Rolle mehr und da sein Vertrag im Sommer 2019 ausläuft, wäre nur noch mit einem Verkauf in diesem Sommer Geld zu generieren. Zwar habe der 29-Jährige bislang bei seinem neuen Trainer einen guten Eindruck hinterlassen, dennoch sei ein Wechsel denkbar. Die Eintracht wolle aber nicht selbst aktiv werden und die Sache auf sich zukommen lassen. "Nur wenn er auf uns zukommt und die Ablösesumme passt, dann können wir diskutieren. Ich glaube aber, dass er gerade seine Chance sieht und nutzen will", so der gebürtige Wiesbadener.


Auch um Branimir Hrgota ranken sich weiterhin Gerüchte. Der Offensivspieler wurde vor kurzem aus dem Aufgebot des Trainingslagers in Südtirol gestrichen und soll beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg hoch im Kurs stehen. Wie jedoch Hübner glaubhaft zu versichern versuchte, seien auch hier noch keine Vertragsgespräche geführt worden. Darüberhinaus sollen auch für die drei weiteren aussortierten Profis Nelson Mandela, Daichi Kamada und Marc Stendera keine konkreten Angebote vorliegen