In den vergangenen beiden Jahren wurde die Rolle von Makoto Hasebe bei ​Eintracht Frankfurt neu erfunden. Der Routinier rückte vom defensiven Mittelfeld in die Abwehr, agiert dort in der Dreierkette als Libero und war dort unter der Leitung von Niko Kovac eine wichtige Stütze. Ähnlich will ihn nun auch Adi Hütter einsetzen, wie der Spieler gegenüber der ​Bild verriet. 


Beim Testspiel gegen den FC Empoli lief die Eintracht in einem 3-4-2-1 auf, was schon einmal einen ersten Hinweis auf den Saisonverlauf gab. Adi Hütter wird ähnlich wie Niko Kovac auf eine Dreierkette setzen, stellt dabei jedoch noch mehr Variabilität in den Vordergrund.


Gegen die Italiener setzte es eine 0:2-Niederlage, wobei die Beine aufgrund des Trainingslagers in Gais (Südtirol) schwer gewesen sein dürften. Dennoch habe es auch so noch nicht zu 100 Prozent funktioniert, wie Hasebe preisgab: "Nach 20 Minuten haben wir die Organisation verloren. Wir haben viele Fehler im Spielaufbau gemacht. Aber ich bin auch erst eine Woche da. Es ist vieles neu."

Eintracht Frankfurt v Empoli FC - Pre-Season Frienldy

 Nicht zufrieden mit der Partie gegen den FC Empoli: Makoto Hasebe (l.)


Der 34-Jährige agierte dabei erneut in der Dreierkette, so wie schon im Vorjahr. 15 Mal wurde er von Kovac im Abwehrzentrum aufgestellt, ähnlich wird es auch Hütter tun: "Er sieht mich in der Libero-Rolle", verrät der mittlerweile ehemalige japanische Nationalspieler. Mit dem neuen Trainer zeigte er sich derweil zufrieden, wobei nicht alles genau so sei wie unter Vorgänger Kovac, der zum FC Bayern wechselte: "Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Niko und Adi. Unser Trainer ist sehr weise. Und leidenschaftlich. Ein intelligenter Mensch."

Von nun an konzentriere man sich darauf, "mit dem neuen Trainer gut zusammenzuarbeiten", wie Hasebe in der ​Frankfurter Rundschau zitiert wurde. Doch auch das Zusammenspiel der Mannschaft muss noch besser werden, wie er anmerkte: "Es war kein gutes Spiel." Allen voran die bereits angemerkten Fehler im Aufbauspiel müssten deutlich verringert werden. "Das muss künftig besser werden." Doch dies gehe auch mit den Umstellungen unter Hütter einher. "Wir probieren eine neue Taktik aus, dafür müssen wir noch mehr kommunizieren, mehr auf dem Platz miteinander sprechen." Demnach wird es noch seine gewisse Zeit brauchen, bis die Mannschaft das abspult, was der Trainer verlangt, doch die 'Adler' sind bereits auf einem guten Weg.