Seit einigen Wochen ist Tobias Strobl wieder zurück und will daher in der neuen Saison voll angreifen. Vor dem Testspiel gegen den FC Southampton äußerte sich der 28-Jährige allerdings zurückhaltend über seine Rolle, in welcher er allen voran den Konkurrenzkampfanheizen soll.


Am vierten August vergangenen Jahres trat ​Borussia Mönchengladbach zum Test bei Leicester City an und kehrte mit nicht allzu guten Nachrichten zurück. Neben der 1:2-Niederlage machten sich Sorgen um Tobias Strobl breit, der in der Vorsaison eine wichtige Stütze der Mannschaft war. Doch die Saison sollte für den defensiven Mittelfeldspieler gelaufen sein, die Diagnose: Kreuzbandriss.


Exakt ein Jahr später tritt die 'Fohlenelf' wieder auf der Insel an, diesmal gegen den FC Southampton, wo nun Ex-Mannschaftskollege Jannik Vestergaard spielt. Um einen Rückblick auf das vergangene Jahr soll es allerdings nicht gehen, viel mehr bereitet man sich intensiv auf die Saison vor und testet dabei auch ein anderes System: "Southampton spielt mit einer Dreierkette, das haben wir nachgestellt", wird Strobl im Bezug auf die Einheiten der vergangenen Tage von der Rheinischen Post zitiert.


Gegen die 'Saints' wird er vermutlich spielen, um sich für einen Platz in der ersten Mannschaft zu empfehlen. Trainer Dieter Hecking schätzt dabei vor allem dessen Variabilität, da er nicht nur im defensiven Mittelfeld, sondern auch im Abwehrzentrum einsetzbar wäre. "Er ist mit seiner Polyvalenz ein wichtiger Faktor für mich als Trainer", so der 53-Jährige, der den Einsatz seines Schützlings lobt: "Für Tobi war es wichtig, dass er verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen ist. Jetzt brennt er darauf, sich für die erste Elf zu empfehlen, das zeigt er in jedem Training." 

Strobl hingegen äußerte sich etwas zurückhaltender: "Mein Knie hält, ich bin stabil. Und ich habe keine bevorzugte Position, ich spiele, wie mich der Trainer braucht.". Doch schon vor einiger Zeit machte er im Gespräch mit der Bild deutlich, dass er solch eine Saison wie die vergangene nicht noch einmal erleben will. "Ich bin froh, dass ich diese Verletzung endgültig abgehakt habe. Ich saß fast das komplette letzte Jahr auf der Tribüne – da will ich nächste Saison nicht mehr sitzen." Mit dieser Haltung wird er den Konkurrenzkampf sicherlich hochhalten und Christoph Kramer, Denis Zakaria und Mickael Cuisance zu Bestleistungen zwingen müssen - ansonsten besteht die Chance, dass einer von ihnen verdrängt wird.