Borussia Dortmund konnte in der abgelaufenen Saison zwar die Champions League erreichen, beendete die Liga dennoch aber nur auf einem eher enttäuschenden vierten Tabellenplatz - hinter dem Erzrivalen FC Schalke 04 sowie der TSG 1899 Hoffenheim. In der neuen Spielzeit will man nun wieder angreifen und möglichst auch dem FC Bayern München ganz oben Konkurrenz machen, wie Hans-Joachim Watzke erklärte. 


Wie der BVB-Boss im kicker erklärte, habe man vor allem während und nach den Spielen gegen den österreichischen Meister RB Salzburg in der Europa League realisiert, dass man von der Spur abgekommen war. "Die bittere Erkenntnis, dass wir etwas ändern müssen, reifte um die beiden Europa-League-Spiele gegen Salzburg herum", so der 59-Jährige. "Nachdem ich vorher zweimal unter körperlichen Schmerzen die Spiele gegen Nikosia aushalten musste, verstärkten sich diese Schmerzen gegen Salzburg noch einmal." 


Auch wenn der Gegner durchaus kein Selbstläufer gewesen sei, seien die Erwartungen an sich selbst im Klub dennoch andere. "Bei allem Respekt vor diesem Gegner: Wenn wir zweimal komplett hilflos sind, läuft vieles schief."

Zur neuen Saison hat man in ​Dortmund nun einiges geändert. Neben dem neuen Trainer Lucien Favre, der Peter Stöger beerbte, hat man mit Matthias Sammer und Sebastian Kehl zwei ehemalige BVB-Profis als externen Beratern und Leiter der Lizenzspielerabteilung dazu geholt. Neben den personellen Veränderungen neben dem Platz müsse man in der neuen Saison nun auch wieder auf dem Platz zu der Borussia werden, die in den vergangenen Jahren mit erfrischendem Offensivfußball auch über die Landesgrenzen hinaus für Begeisterung sorgte. "Wir haben den Fans zuletzt wenig Freude gemacht, haben teilweise keinen schönen Fußball gezeigt und sind in der Öffentlichkeit oft nicht BVB-like rübergekommen", so Watzke, der verspricht: "Das wird in diesem Jahr definitiv besser." 


Mit den zahlreichen Neuzugängen habe man sich verstärkt und dabei darauf geachtet, neben den vielen technisch starken Spielern auch kämpferische Elemente mit einzubringen. "Du kannst nicht mit elf Balljongleuren auf dem Platz sein. Wenn es mal nicht läuft, brauchst du ein paar Leute, die den anderen die Richtung zeigen." Diese Rolle könnten in Zukunft die Neuverpflichtungen ​Thomas Delaney, Abdou Diallo und Marius Wolf übernehmen, wie Watzke verriet. "Ich denke, dass wir der Mannschaft eine gewisse Qualität und Stabilität zugeführt haben." 

Zeigen kann der BVB diese neue Qualität und Stabilität in der Bundesliga erstmals am 26. August. Dann bekommt man es vor heimischem Publikum im Signal Iduna Park gleich mit RB Leipzig zu tun, die sich ebenfalls gut verstärkt haben und im kommenden Jahr um die Champions League spielen wollen.