GELSENKIRCHEN, GERMANY - APRIL 11: Max Meyer of Schalke looks on during a training session at the FC Schalke 04 Training center on April 11, 2018 in Gelsenkirchen, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Auf Wiedersehen: Diese neun langjährigen Akteure haben die Bundesliga verlassen

Der Transfermarkt ist unberechenbar, allen voran im Sommer. Viele Vereine wollen ihre Mannschaft neu aufstellen, viele berücksichtigen dabei auch die Wünsche der Trainer, die teilweise sogar neu anheuern. Dabei wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf viele Spieler aus der Bundesliga zurückgegriffen, die im Ausland den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen wollen oder grundsätzlich eine andere Herausforderung suchen.


Auch in diesem Jahr wagen einige den Sprung zu einem Top-Verein, während andere wiederum vor ihrem ehemaligen Arbeitgeber flüchten. Im Folgenden präsentieren wir neun langjährige Bundesligaspieler, die von nun an nicht mehr in Deutschland spielen werden.

1. Benedikt Höwedes

Benedikt Höwedes war jahrelang ein Schalker Urgestein. Der 30-jährige Innenverteidiger wechselte 2001 vom SG Herten-Langenbochum in die Jugendabteilung des FC Schalke 04, schaffte den Sprung zu den Profis, führte die Mannschaft seit 2011 als Kapitän aufs Feld und krönte seine Karriere unter anderem mit dem Pokalsieg im selben Jahr sowie dem Gewinn der Weltmeisterschaft im Jahr 2014.


Doch auch die Qualität auf dem Platz muss stimmen, was in den Augen von Trainer Domenico Tedesco, der im vergangenen Jahr bei den 'Knappen' anheuerte, nicht mehr der Fall war. Nach einer erfolglosen Leihe bei Juventus Turin, wo Höwedes meist aufgrund von Verletzungen ausfiel, erfolgte kürzlich der Transfer zu Lokomotiv Moskau, wo er einen Vertrag bis 2022 erhielt.

2. Sokratis

Seit 2011 spielte Sokratis in der Bundesliga. Der beinharte Innenverteidiger wurde zunächst für ein Jahr vom FC Genua an Werder Bremen verliehen, danach jedoch fest verpflichtet und galt als Schlüsselspieler der Mannschaft. Doch im Sommer 2013 sicherte sich Borussia Dortmund die Dienste des Griechen, wo er bis zuletzt zum Stammpersonal gehörte und regelmäßig auf dem Platz stand.


Allerdings verliefen die Gespräche über eine Vertragsverlängerung wenig vielversprechend, viel mehr deutete sich ein Abschied an. Arsenal London ließ sich die Chance nicht nehmen, zahlte letztendlich 16 Millionen Euro an den BVB und nahm Sokratis infolge dessen unter Vertrag.

3. Andre Schürrle

In Person von Andre Schürrle verließ ein weiterer Akteur den BVB in Richtung England. Der Offenisvspieler machte seine ersten Schritte in der Bundesliga beim FSV Mainz 05, wechselte jedoch im Sommer 2011 zu Bayer Leverkusen, von wo aus es nur zwei Jahre später zum FC Chelsea ging.


Auf der Insel war der langjährige Nationalspieler nach gutem Start nur mäßig erfolgreich, weshalb er in der Bundesliga erneut sein Glück suchte und beim VfL Wolfsburg anheuerte. Von dort aus ging es zu Borussia Dortmund, wo er sich allerdings selten in guter Verfassung präsentierte, weshalb nun die Trennung folgte - zumindest vorübergehend: Der 27-Jährige wurde für zwei Jahre an den FC Fulham verliehen. 

4. Bernd Leno

Beim VfB Stuttgart blieb ihm die Perspektive als potenzielle Nummer eins verwehrt, weshalb Bernd Leno im Sommer 2011 zu Bayer Leverkusen wechselte. Dort entwickelte er sich auf Anhieb zum Stammtorwart, wurde im Januar 2012 für zehn Millionen Euro fest verpflichtet und leistete seitdem mehr als gute Dienste für die 'Werkself'.


In Leverkusen schaffte der 26-Jährige den Sprung in die Nationalmannschaft, galt lange als einer der besten Torhüter der Welt und wagte nun eine neue Herausforderung im Ausland. Bei Arsenal London soll er nun weiterhin regelmäßig zwischen den Pfosten stehen und nach seinem wackeligen letzten Jahr wieder zu gewohnter Stärke finden.

5. Jannik Vestergaard

Auch Jannik Vestergaard verbrachte viele Jahre in der Bundesliga. Der dänische Innenverteidiger wechselte 2010 in die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim, setzte sich jedoch in der ersten Mannschaft durch und verhalf dem Klub im Jahr 2013 in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern zum Klassenerhalt, als er im Rückspiel am Betzenberg das 2:1-Siegtor erzielte und somit alles klar machte.


Im Januar 2015 wechselte er jedoch aufgrund mangelnder Einsatzzeiten zu Werder Bremen, wo er sich erneut etablierte und daher nur anderthalb Jahre später das Interesse von Borussia Mönchengladbach wechselte. Auch am Niederrhein überzeugte Vestergaard regelmäßig, weshalb der FC Southampton auf den 26-Jährigen aufmerksam wurde und ihn für 25 Millionen Euro verpflichtete.

6. Zlatko Junuzovic

Im Januar 2012 verpflichtete Werder Bremen Zlatko Junuzovic, der sich vor allem durch seine gefährlichen Standards einen Namen machte. An der Weser avancierte er zum Führungsspieler, stieg zum Mannschaftskapitän auf und absolvierte insgesamt 198 Pflichtspiele, ehe er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern wollte.


Mittlerweile spielt er wieder in seiner österreichischen Heimat. RB Salzburg nahm den 30-Jährigen bis Sommer 2021 unter Vertrag, am ersten Spieltag der österreichischen Bundesliga reichte es jedoch nur für einen Einsatz ab Mitte der zweiten Halbzeit.

7. Georg Niedermeier

In diesem Jahr wagte Georg Niedermeier erstmals den Schritt ins Ausland. Der mittlerweile 32 Jahre alte Innenverteidiger genoss seine Ausbildung in der Nachwuchsabteilung des FC Bayern, wechselte im Jahr 2009 jedoch zum VfB Stuttgart und schaffte dort den Sprung in den Profibereich.


Nach insgesamt sechs Jahren und 182 Partien wechselte er ablösefrei zum SC Freiburg, wo er es nach einer langwierigen Verletzung in der Hinrunde nicht ein einziges Mal in den Kader schaffte. Im Juli folgte jedoch der Wechsel zu Australien, wo er bei Melbourne Victory seine Karriere ausklingen lassen wird.

8. Erik Durm

Nach Stationen in den Nachwuchsabteilungen des FC Saarbrücken sowie Mainz 05 wechselte Erik Durm zu Borussia Dortmund, wo er als vielversprechendes Talent für die Zukunft galt. In der ersten Mannschaft konnte er sich jedoch nie dauerhaft durchsetzen, auch weil er in der Vergangenheit immer wieder von vielen Verletzungen zurückgeworfen wurde. 


Nach einer Horrorsaison 2017/18, in der es der Linksverteidiger verletzungsbedingt nur ein einziges Mal in den Kader schaffte, trennten sich die Wege und Huddersfield Town nahm Durm vorübergehend bis 2019 unter Vertrag.

9. Max Meyer

Einen solch schmutzigen Abgang wie bei Max Meyer hat man beim FC Schalke 04 lange nicht mehr erlebt. Der 22-Jährige war unter Domenico Tedesco auf seiner neuen Position im defensiven Mittelfeld gesetzt, wollte seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag jedoch nicht verlängern und ging in den Medien auf den Trainer sowie Sport-Vorstand Christian Heidel los.


In der Folge entfachte ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen Heidel und Meyer-Berater Roger Wittmann, bei dem beide Seiten ihre Sicht auf die Vertragsverhandlungen in der Vergangenheit darstellten. Nichtsdestotrotz erfolgte im Sommer die Trennung, wobei Meyer lange Zeit auf einen neuen Verein warten musste. Viele schienen aufgrund der horrenden Gehaltsforderungen abgeschreckt worden zu sein, doch letzten Endes schlug Crystal Palace zu und versprach dem Mittelfeldspieler offenbar ein üppiges Jahresgehalt, das dem Vernehmen nach bei zehn Millionen Euro liegen soll.