55 Punkte, 64:47 Tore und Platz vier – in den Medien wurde bereits viel geschrieben, doch auch innerhalb des Vereins dürfte nach der Saison 2017/18 klar sein: Das ist nicht der Anspruch von Borussia Dortmund. Mit Lucien Favre soll nun ein neuer Coach den Verein auf links krempeln, vor allem aber endlich wieder Ruhe reinbringen.


Roman Bürki ist ein ruhiger Zeitgenosse. Dass es während der Vorsaison beim BVB immer wieder Störgeräusche gab, schmeckte dem Schweizer demnach so gar nicht. Doch Besserung ist in Sicht. „In der vergangenen Spielzeit gab es immer wieder Spieler, die sich verspätet haben“, verriet der Keeper im Rahmen eines Pressegesprächs im Dortmunder Teamhotel. „Das hat uns regelmäßig aus dem Takt gebracht und darf in einer Mannschaft, die über so ambitionierte Fußballer verfügt, einfach nicht sein.“

Mit der Verpflichtung von Lucien Favre allerdings habe sich bei der Borussia dahingehend schon einiges verändert. „Wir haben ein paar tolle, neue Charaktere in der Mannschaft dazu bekommen“, erklärte Bürki und schob hinterher: „Die Spieler sind alle gewillt, sich zu präsentieren und zeigen ein tadelloses Verhalten. Bisher ist niemand zu spät gekommen und Unruhe gibt es nicht.“ Ohnehin werde Disziplin bei Favre großgeschrieben. Der 60-Jährige sei „enorm detailverliebt“, rügt seine Schützlinge „auch dann, wenn wir selber dachten, wir hätten etwas gut gelöst“.


Der richtige Ansatz beim BVB? Zumindest Keeper Bürki ist von der Arbeit seines neuen Trainers angetan – und blickt hoffnungsvoll auf die anstehende Saison: „Wenn alle weiter so an einem Strang ziehen, möglichst jeder fit bleibt und wir wieder ein wenig mehr Glück haben, kann Großes entstehen.“