​Innenverteidiger Timo Baumgartl spielt seit 2011 für den VfB Stuttgart und erlebte mit seinen erst 22 Jahren bereits Bundesliga-Rettungen, Abstieg und Wiederaufstieg. Nachdem der VfB den Europapokal in der letzten Saison nur um zwei Punkte verpasste und in dieser Transferperiode bereits 35 Millionen Euro in neue Spieler investierte, geht es laut Baumgartl in Stuttgart "ganz klar in die richtige Richtung". Allerdings möchte das 22-jährige Eigengewächs "irgendwann auch was anderes erleben". 


Innenverteidiger Baumgartl war sowohl in der Aufstiegssaison 2016/17 als auch in der starken letzten Bundesliga-Saison des VfB Stammspieler und zeigte dabei, dass er auch auf der rechten Abwehrseite gut zurecht kommt. Das könnte durchaus von Vorteil sein, nachdem Weltmeister Benjamin Pavard nach aktuellem Stand noch ein Jahr in ​Stuttgart bleiben wird, Marc-Oliver Kempf verpflichtet wurde und auch Holger Badstuber seinen Vertrag beim VfB verlängert hat. 


Zusammen mit Marcin Kaminski und Eigengewächs Baumgartl verfügen die Stuttgarter so über fünf Innenverteidiger mit Ansprüchen auf Einsatzzeit. Für die Positionen der Außenverteidigung kamen außerdem Pablo Maffeo und Borna Sosa für zusammen 15 Millionen Euro.

Dennoch will der 22-Jährige auch in der kommenden Spielzeit seinen Stammplatz beim VfB behaupten: "Bisher habe ich immer meinen Platz gefunden", so Baumgartl gegenüber den ​Stuttgarter Nachrichten. Dafür hat der 1,90 Meter große Verteidiger auch an seiner Physis gearbeitet: Im Urlaub hat Baumgartl freiwillig mit US-Krafttrainer Corey Chapman trainiert und seine körperliche Stabilität verbessert: "Seit ich an meinem Körper arbeite, habe ich keine Probleme mehr", meint Baumgartl zu dem freiwilligen Trainingsprogramm. Neben seiner körperlichen Verfassung will der 22-Jährige auch als Stuttgarter Führungsspieler einen Schritt machen und mehr Verantwortung übernehmen. Denn Baumgartl spielt seit 2011 für den VfB und ist so trotz seines Alters einer der dienstältesten Spieler des Klubs. 


Und so will der Innenverteidiger auch in der kommenden Saison wieder einen Stammplatz ergattern - auch bei einem Verbleib von Pavard: "Konkurrenz belebt das Geschäft – wir pushen uns gegenseitig zu Höchstleistungen", meint Baumgartl zur Tiefe der Stuttgarter Innenverteidigung. Denn der gebürtige Böblinger hat bei seinem Jugendklub noch einen Vertrag bis 2022 und viel vor: "Es geht hier ganz klar in die richtige Richtung. Das entspricht meinen Ansprüchen."

Zuletzt verpasste der VfB durch zwei Punkte Rückstand auf RB Leipzig und den DFB-Pokalsieg von ​Eintracht Frankfurt die Europa League nur knapp. Sollte es für Baumgartl weiter bergauf gehen, könnte dann auch der nächste Schritt anstehen: "Als junger Profi will man möglichst immer spielen. Das ist hier gegeben. Irgendwann möchte ich dann auch was anderes erleben – um als Persönlichkeit zu reifen."