Das Aus bei der Weltmeisterschaft liegt nun einige Wochen zurück und mittlerweile sind die deutschen Nationalspieler wieder bei ihren Vereinen. So auch Thomas Müller, der im Interview mit dem klubeigenen Sender des FC Bayern München, FC Bayern.TV,über das Ausscheiden in Russland sowie die anstehenden Wochen mit dem neuen Trainer Niko Kovac sprach.


Kaum einer hätte damit gerechnet, dass die Mission Titelverteidigung für die deutsche Nationalmannschaft in einem Fiasko enden würde. In Gruppe F schied man hinter Mexiko, Schweden und Südkorea als Letzter aus, ein Novum in der Historie des Deutschen Fußball-Bundes.


Auch Thomas Müller hatte einige Tage mit dem Aus zu kämpfen: "Natürlich ist man kurz nach dem Ausscheiden extrem damit beschäftigt gewesen, zu analysieren und zu hinterfragen, woran es letztendlich gelegen hat. Mit so einer Art Ausscheiden und mit dem Misserfolg kann man schlecht umgehen, damit hat man auch nicht gerechnet. Das war alles andere als das Ziel", so der 29-Jährige, der gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen mittlerweile wieder in das Training beim ​FC Bayern München eingestiegen ist.

Korea Republic v Germany: Group F - 2018 FIFA World Cup Russia

  Die Fassungslosigkeit war den deutschen Nationalspielern nach der 0:2-Niederlage gegen Südkorea deutlich anzumerken


Die ersten Tage nach der Abreise seien "nicht die schönsten meines Lebens gewesen", so Müller, der nun allerdings noch motivierter in die neue Spielzeit starten will: "Was ich aber aus diesen Überlegungen mitgenommen habe, ist einfach eine riesige Motivation für die Zukunft - sowohl beim FC Bayern, als auch bei der Nationalmannschaft." Man wolle "einfach allen zeigen,  dass wir es besser können", weshalb nun harte Arbeit auf dem Programm steht.

Bayern Muenchen Training And Press Conference

  Dass Hermann auch in diesem Jahr als Co-Trainer fungiert, begrüßte nicht nur Thomas Müller: "Das Team freut sich darüber sehr"


Diese begann für die vorzeitigen WM-Rückkehrer unter der Leitung von Peter Hermann, der das Training an der Säbener Straße übernahm, während Niko Kovac mit dem Rest in den Vereinigten Staaten verweilte. "Es hat Spaß gemacht, aber wir haben nicht immer den Ball gesehen. Es wurde schon intensiv gearbeitet", resümiert Müller, der sich spürbar darüber freute, dass sich der 66-Jährige für einen Verbleib bei den Münchnern entschieden hat.


Zudem habe man abseits des Trainingsprogramms viele Sonderschichten eingelegt, allzu viel wollte der Angreifer deshalb allerdings nicht versprechen: "Man wird dann sehen, ob sich das auch in Ergebnissen ummünzt, fleißig waren wir beim DFB auch. Im Fußball ist alles möglich und schwer zu begründen."


"Kennenlernen" mit Kovac - Müller freut sich


Mittlerweile ist die USA-Tour des FC Bayern vorüber, weshalb Kovac wieder den normalen Trainingsbetrieb leitet. Besonders das Trainingslager am Tegernsee sei nun für Müller und Co. wichtig. "Für uns ist es jetzt auch ein Kennenlernen. Man wird sich austauschen, unterhalten und man wird sehen, welche Vorstellungen der Trainer von der Mannschaft hat und wie er Fußball spielen lassen will." 

Dabei ist es für Müller besonders wichtig, auf einer Wellenlänge zu liegen, um am Ende den maximalen Erfolg einzufahren. Da der 46-Jährige einst selbst Profi gewesen sei, habe man zumindest eine gemeinsame "Ebene, wo man sich treffen kann. Alle wollen den Erfolg des FC Bayern, deswegen sollte man schon eine positive gemeinsame Linie finden", befindet der 29-Jährige, der die vergangenen Wochen insgesamt als positive Energie für die Zukunft nutzen will.