Dass Andre Breitenreiter Neuzugänge fordert, ist definitiv kein Geheimnis. Der Trainer von Hannover 96 sieht Nachholbedarf in der Breite, will jedoch auch neue Verstärkungen dazu nutzen, um taktisch variabler zu werden, wie der Sportbuzzer berichtet.


Die Forderungen nach Neuzugängen sind nicht neu. ​Bereits vor einigen Tagen äußerte Breitenreiter seinen Unmut über die derzeitige Situation des Kaders, da die Mannschaft seiner Meinung nach "keine Ausfälle verkraften" könne. "Momentan muss ich sagen: Wenn ich sehe, wie andere Vereine investieren, wie sie Kader zusammengehalten haben. Dann wird es dieses Jahr für uns umso schwerer als letztes Jahr", so der Coach der Niedersachsen, der vor allem in der Abwehr Nachholbedarf sieht.

Hannover 96 v Wacker Nordhausen - Pre-Season Friendly

  Fordert weiterhin Neuzugänge: Cheftrainer Andre Breitenreiter



Mit Waldemar Anton, Kevin Wimmer, Josip Elez und Felipe stehen dem 44-Jährigen nach der Verletzung von Timo Hübers, ​der einen Kreuzbandriss erlitt, derzeit nur vier gesunde Innenverteidiger zur Verfügung, taktische Umstellungen sind daher vorerst vom Tisch. Eigentlich wolle er eine neue Formation ausprobieren, was derzeit jedoch nicht möglich ist: "Wir können zum Beispiel nicht Dreierkette trainieren, weil wir keine zwei Dreierketten zusammen bekommen. Andere Vereine haben acht Innenverteidiger", sagte er im Vergleich zur TSG Hoffenheim, die derzeit ein Überangebot in der defensiven Zentrale vorweist.


 "Wir sind in der Breite des Kaders noch nicht ausreichend besetzt", führte er fort. Das Problem scheinen jedoch die finanziellen Mittel zu sein, die derzeit scheinbar ausgeschöpft sind, doch Klub-Boss Martin Kind könnte in diesem Punkt nachhelfen. Einen ersten Kandidaten gibt es bereits: Wie seit neuestem berichtet wird, ​zeigen die Hannoveraner Interesse an Ermin Bicakcic. Der 28-Jährige steht in Hoffenheim auf dem Abstellgleis und soll dem Vernehmen nach zwei Millionen Euro kosten.  

Breitenreiter wünscht sich generell zwei Neuzugänge, womit man mit der Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers erst eine Hürde überwunden hätte. Zeit bleibt allerdings noch bis Ende August, ehe das Transferfenster am 31. schließt.