EPPINGEN, GERMANY - JULY 21: Head coach Julian Nagelsmann of Hoffenheim looks on during the pre-saeson friendly match between Queens Park Rangers and TSG 1899 Hoffenheim on July 21, 2018 in Eppingen, Germany. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)

1899 Hoffenheim: Die 5 härtesten Konkurrenzkämpfe

Unter Julian Nagelsmann begeisterte die TSG Hoffenheim in den vergangenen Jahren und qualifizierte sich zum Abschluss der abgelaufenen Spielzeit für die Champions League. Für die Dreifachbelastung stellte der 31-Jährige gemeinsam mit Sportdirektor Alexander Rosen einen breiten Kader zusammen, der in den kommenden Wochen allerdings noch ausgedünnt werden soll.


Dadurch ergeben sich Konkurrenzkämpfe, die besonders in der Offensive stattfinden und den Trainer vor einige schwierigen Entscheidungen stellen. Im Folgenden präsentieren wir fünf Konkurrenzkämpfe, die in den kommenden Monaten in Sinsheim ausgetragen werden.

1. Kasim Nuhu vs. Benjamin Hübner

Dass 1899 Hoffenheim auch in dieser Saison mit einer Dreierkette auflaufen wird, ist nach der erfolgreichen vergangenen Spielzeit zu erwarten. Allen voran in der Abwehr haben sich die Sinsheimer noch einmal extrem verstärkt, weshalb Benjamin Hübner neue Konkurrenz bekommt.


Der 28-Jährige war auf der halblinken Position gesetzt, doch Neuzugang Kasim Nuhu dürfte sich mit einem Platz auf der Bank nicht zufrieden geben. Der 23-Jährige wurde für acht Millionen Euro von den Young Boys Bern verpflichtet und will sich nun in der Bundesliga unter Beweis stellen. Da Ermin Bicakcic die TSG aller Voraussicht nach verlassen wird und Kevin Akpoguma sowie Kevin Vogt in jedem Fall gesetzt sind, dürfte die Entscheidung, wer der dritte im Bunde wird, zwischen Nuhu und Hübner fallen.

2. Joshua Brenet vs. Nico Schulz

Für drei Millionen Euro kam Nico Schulz im vergangenen Jahr von Borussia Mönchengladbach und stellte sich mit der Zeit als echtes Schnäppchen heraus. Der 25-Jährige war in der abgelaufenen Saison einer der besten Spieler in den Reihen der TSG und ragte auch speziell auf seiner Position auf der linken Außenbahn heraus.


Dort kann Schulz jegliche Rolle einnehmen, weshalb er vornehmlich als Verbindungsspieler eingesetzt wurde und sich gegen den Ball defensiv orientierte, während er sich genauso am Spiel nach vorne beteiligte.


Nun soll jedoch Joshua Brenet für neue Konkurrenz sorgen. Der Niederländer wechselte für 3,5 Millionen Euro von der PSV Eindhoven nach Hoffenheim, kann jedoch auf beiden Seiten eingesetzt werden. Dennoch ist sein Hauptaugenmerk die linke Hälfte des Spielfeldes, in der Schulz in der abgelaufenen Saison 27 Mal in der Bundesliga vorzufinden war.

3. Vincenzo Grifo vs. Steven Zuber

Vincenzo Grifo ist einer der offensiven Neuzugänge der TSG. Der einstige Jugendspieler (2012 - 2015) kehrt nach einem erfolglosen Jahr bei Borussia Mönchengladbach in die Heimat zurück, muss sich dort jedoch einem enormen Konkurrenzkampf stellen.


Besonders in der Zentrale erheben viele Akteure den Anspruch auf viele Einsätze, doch nach dem Abgang von Mark Uth wurde auch ein neuer Platz im Angriff frei. Dieser wurde in einem 3-4-3 als rechter Außenstürmer eingesetzt, während links Kramaric auflief, der in der kommenden Saison in dieser Formation möglicherweise ins Zentrum rücken wird.


Somit wäre auch ein Platz für Steven Zuber frei, der in der vergangenen Saison im zentralen Mittelfeld agierte, nachdem Nico Schulz sich auf der linken Seite durchsetzte. Der 26-Jährige kann sich eine Rolle im Angriff vorstellen, doch auch der variable Grifo könnte dort zum Einsatz kommen und die Lücke schließen.

4. Der Kampf um einen Platz im zentralen Mittelfeld

Im Kader von 1899 befinden sich derzeit acht Innenverteidiger, doch der größte Konkurrenzkampf herrscht im zentralen Mittelfeld. Allein Kerem Demirbay, Nadiem Amiri, Florian Grillitsch, Steven Zuber, Robert Zulj oder die Neuzugänge Vincenzo Grifo und Leonardo Bittencourt können und wollen unter anderem in der Zentrale agieren.


Klar ist, dass aufgrund der Dreifachbelastung jeder früher oder später zu Einsatzzeiten kommt, doch ebenso will jeder einen sicheren Stammplatz. Diesen gibt es allerdings nicht, da alle genannten Akteure über viel Qualität verfügen, weshalb Julian Nagelsmann auf dieser Position die Qual der Wahl hat. Für den 31-Jährigen bestehen zahlreiche Möglichkeiten, wie er die Zentrale besetzen will - doch viel Platz gibt es dort nicht.

5. Ishak Belfodil vs. Adam Szalai

In der Hinrunde der abgelaufenen Saison fehlte Adam Szalai lange aufgrund einer Adduktorenverletzung, doch in der zweiten Jahreshälfte gehörte der Ungar wieder zum festen Bestandteil der Mannschaft. Mit Mark Uth verlässt zwar ein Konkurrent den Verein, doch Sportdirektor Alexander Rosen sorgte sofort für neue Verstärkung.


Die heißt Ishak Belfodil. Der Algerier verbrachte das letzte Jahr bei Werder Bremen, wechselte jedoch von Standard Lüttich zur TSG und soll dort die Möglichkeiten im Angriff erweitern. Während Kramaric gesetzt ist, ist mindestens ein Posten im Sturm frei, den sicherlich beide für sich beanspruchen. Daher lautet die Devise: Gas geben und sich für einen Stammplatz empfehlen.