Der VfB Stuttgart hat seinen Kader für die kommende Saison ordentlich verstärkt, doch Sport-Vorstand Michael Reschke beobachtet den Markt weiterhin aufmerksam. Dabei scheint er seine Fühler erneut nach Nemanja Radonjic auszustrecken: Wie das serbische Online-Portal Mozzartsport vermeldet, habe man erneut für den 22-jährigen Flügelspieler geboten - allerdings vergebens.


​Bereits im Januar zeigten die Schwaben Interesse am serbischen Nationalspieler, der bei der Weltmeisterschaft zwei Kurzeinsätze gegen die Schweiz und Brasilien feierte. Radonjic wechselte vor drei Jahren zum AS Rom, wagte im vergangenen Jahr jedoch den Schritt zu Roter Stern Belgrad und wusste dort zu überzeugen: In 42 Einsätzen traf der Linksaußen neun Mal, lieferte zudem acht weitere Vorlagen. 

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  Nicht zum ersten Mal weckt Nemanja Radonjic das Interesse des VfB Stuttgart.



Vor einem halben Jahr lag die gebotene Summe des VfB dem Vernehmen nach bei sechs Millionen Euro, nun habe man die Offerte noch einmal um zwei Millionen Euro erhöht. Allerdings stoßen Reschke und Co. dabei auf taube Ohren. "Es stimmt, dass wir acht Millionen Euro für Nemanja abgelehnt haben", bestätigte Geschäftsführer Zvezdan Teric gegenüber Mozzartsport. Allerdings sei es "keine Frage des Gebots", vielmehr sei Radonjic derzeit unverzichtbar.


Der Vorjahresmeister kämpft derzeit in den Qualifikationsspielen der Champions League um den Einzug in die 'Königsklasse', dem 22-Jährigen soll dabei eine entscheidende Rolle zuteil werden. Am Mittwochabend feierte man den Einzug in die dritte Qualifikationsrunde, nachdem man sich gegen Suduva Marijampole aus Litauen durchsetzen konnte, wobei Radonjic beim 3:0-Erfolg im Hinspiel einen Doppelpack erzielte. "Wir wollen zu keinem Zeitpunkt darüber sprechen, Radonjic zu verkaufen. Wir wollen uns lediglich auf den Platz konzentrieren, um unsere sportlichen Ziele zu erreichen", bekräftigte Teric die klare Haltung des Vereins. 


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Auch andere Vereine, darunter die TSG Hoffenheim, hätten für Radonjic geboten, doch ehe die Belgrader ihn verkaufen würden, müsste noch einiges geschehen. Wie weiter berichtet wird, würde er auch bei einer gescheiterten Qualifikation für die Champions League bis mindestens Dezember bleiben, falls man dann in der Europa League antreten wird. Im Winter soll das Preisschild bei zwölf Millionen Euro liegen, wobei man bei weitem nicht die volle Summe erhalten würde: Dem Vernehmen nach erhalte Roter Stern nur 60 Prozent der späteren Ablösesumme, der Rest gehe offenbar an die Roma.