Eintracht Frankfurts Abwehrchef David Abraham denkt dieser Tage keine Sekunde an ein mögliches Ende seiner Karriere, die er in seinem Heimatland ausklingen lassen will. Indes darf Marc Stendera bei einem moderaten Angebot den Adlerklub verlassen.


Bei ​Eintracht Frankfurt bekleidet David Abraham gar viele Positionen. Der mittlerweile 32-Jährige versteht sich nicht nur als Kapitän, sondern fungiert gleichwohl auch als Abwehrchef und Integrationshelfer. In der Mainmetropole fühlt sich der Verteidiger, der seit 2015 den Adler auf der Brust trägt, ungemein wohl. Das lässt er im Gespräch mit dem kicker durchblicken.


„Ich bin hier sehr glücklich und hoffe, dass ich meinen Vertrag erfüllen kann“, so Abraham. Bis 2021 ist das Arbeitsverhältnis noch datiert. Und danach? „Anschließend möchte ich zurück nach Argentinien“, stellt er klar. „Wenn mein Körper noch mitspielt, werde ich dort noch das eine oder andere Jahr dranhängen. Aber nicht irgendwo, sondern in der Nähe meiner Familie.“

Pläne, was nach der aktiven Laufbahn mit ihm geschieht, hat Abraham noch nicht geschmiedet. Er fühle sich immer noch wie 23, sagt er lachend. Daher habe er sich über seine Zukunft noch keine Gedanken gemacht. „Auf jeden Fall möchte ich noch mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen, die Zeit mit der Familie genießen.“


Stendera mit einem Bein weg


Zehn Jahre jünger als Abraham ist dessen Vereinskollege Marc Stendera. Wie lange beide noch im selben Team auflaufen, ist offener denn je. Die Eintracht hatte in den vergangenen Wochen evaluiert, den fraglos talentierten Mittelfeldspieler an einen anderen Klub auszuleihen. ​Der gebürtige Kassler spielt da aber nicht mit.


Das Frankfurter Management steht einem festen Abgang offen gegenüber. „Wenn der Berater und der Spieler auf uns zukommen, glaube ich, dass wir eine schnelle Lösung finden werden. Aber uns liegt nichts Offizielles vor“, sagt Sportdirektor Bruno Hübner laut kicker. In der 2. Bundesliga gäbe es viele interessante Optionen für Stendera.