​Mittelfeldspieler Djibril Sow wechselte im letzten Jahr von Borussia Mönchengladbach zu den Young Boys Bern, ging somit den entgegengesetzten Weg von Denis Zakaria und wurde sogar Schweizer Meister. Nach seinen herausragenden Leistungen in der Schweiz wird bereits über eine Bundesliga-Rückkehr spekuliert - doch eine Gladbacher Rückkaufoption scheint es nicht zu geben. 


Der 21-jährige Schweizer Sow, der sowohl defensive als auch offensive Rollen im Mittelfeld spielen kann, zeigt in seiner Heimat starke Leistungen und war einer der Leistungsträger der aktuellen Meistermannschaft von Young Boys Bern. In der vergangenen Saison machte Sow 27 Ligaspiele und konnte dabei fünf Tore vorbereiten. So konnte der Schweizer mit senegalesischen Wurzeln seinen Marktwert (laut transfermarkt.de) innerhalb eines Jahres von unter zwei Millionen Euro auf aktuell 6,5 Millionen Euro steigern.

Auch bei ​Borussia Mönchengladbach wusste man um das Talent von Sow, weshalb man ihn 2015 aus der U21 des FC Zürich holte. Allerdings konnte sich der Mittelfeldspieler bei den Fohlen nie richtig durchsetzen, machte in zwei Jahren nur drei Spiele für die Profis und kam vorwiegend in der Regionalliga bei der zweiten Mannschaft der Borussia zum Einsatz. Dort war der Schweizer U21-Nationalspieler mit 13 Torbeteiligungen in 30 Einsätzen einer der Leistungsträger. 


Doch da sich Sow nie bei den Profis behaupten konnte, holten die Gladbacher 2017 den 20-jährigen Schweizer Nationalspieler Denis Zakaria für zwölf Millionen Euro von den Young Boys Bern und ließen Sow für zwei Millionen Euro in die entgegengesetzte Richtung ziehen, wo er einen Vierjahresvertrag unterzeichnete. Während sich Zakaria in Gladbach zum Stammspieler entwickelte und seine relativ hohe Ablöse rechtfertigte, entpuppte sich auch Sow als echter Transfer-Coup. Der Youngster wurde in seiner ersten Saison bei den Young Boys sofort Stammspieler und dazu Meister.

So konnte Sow seinen Marktwert in einer Saison mehr als verdreifachen und gehört bereits zu den vier wertvollsten Spielern der Schweizer Super League. Auffällig ist auch, dass sieben der elf wertvollsten Spieler der Liga beim Meister Young Boys Bern spielen und mehr als die Hälfte nicht älter als 24 Jahre sind - so macht der Klub seinem Namen alle Ehre. Angesichts der Entwicklung von Sow im letzten Jahr ist nicht verwunderlich, dass bereits über einen Sprung in die Bundesliga und eine Rückkehr zu Borussia Mönchengladbach spekuliert wird. 


Von einer eventuellen Rückkaufoption der Gladbacher ist dabei aber nichts bekannt. Und Sows aktueller Klub aus ​Bern hat indirekt bereits verlauten lassen, dass es keine Klausel für einen Rückkauf geben solle - einzig eine Beteiligung der Borussia an einem Weiterkauf von Sow gilt nach aktuellen Informationen als wahrscheinlich. Sollte der 21-Jährige seine Leistungsentwicklung in der kommenden Saison bestätigen, dürfte dieser Weiterverkauf schon bald zu einem realistischen Szenario werden.