Lange suchte ​Werder Bremen vor allem nach einem neuen Mann für das zentrale Mittelfeld. Mit Davy Klaassen kam dieser zum vereinsinternen Rekordpreis. Deshalb ist nach den drei Transfers der vergangenen Tagekaum zu erwarten, dass Frank Baumann und Florian Kohfeldt noch einmal Ausschau nach neuem Spielermaterial halten. Dies bekräftigte der Sportchef nun und erklärte, dass man nur noch unter bestimmten Voraussetzungen aktiv werden wolle.


Allen voran ein Ersatz für Thomas Delaney wurde gesucht, auch ein Back-up für Philipp Bargfrede sei in den vergangenen Wochen im Gespräch gewesen. Doch nach den Verpflichtungen von ​Davy Klaassen​Claudio Pizarro und ​Stefanos Kapino scheinen sich die Vorstellungen der sportlichen Verantwortlichen erfüllt zu haben: "Wir haben einen guten Kader zusammen und keinen Zeitdruck. Es kann sein, dass nichts mehr passiert", so Frank Baumann gegenüber Mein Werder.

SV Werder Bremen v FC Schalke 04 - Bundesliga

  Sieht den Kader bestens gerüstet: Frank Baumann


Der 42-Jährige wollte weitere Neuzugänge zwar nicht kategorisch ausschließen, doch zwingend notwendig seien weitere Aktivitäten nicht mehr. "Wir warten ab, was auf dem Markt ist und für uns finanziell machbar. Nur wenn es sinnvoll ist und vom Profil passt, machen wir noch etwas", fügte er an - doch vor allem aufgrund des teuren Transfers von Klaassen dürften die Kassen nicht mehr allzu voll sein.


Zudem habe man gerade im Mittelfeld auch genügend interne Alternativen, um Ausfälle zu kompensieren. So seien die Nachwuchsspieler Ole Käuper und Manuel Mbom zwei Akteure, die zur Not einspringen könnten. Ohnehin sei es gefährlich, auf einigen Positionen aufgebläht zu sein: "Es dürfen nicht zu viele davon im Kader stehen, sonst gibt es zu viele unzufriedene Spieler." 

Stattdessen werden einige Spieler den Verein in den letzten Wochen des Transferfensters verlassen. Derzeit ist das Aufgebot der Werderaner 34 Mann groß, doch mit ​Luca Caldirola und Fallou Diagne stehen bereits zwei Streichkandidaten vor dem Absprung.