Eintracht Frankfurts Neuzugang Francisco Geraldes ist ein ungewöhnlicher Fußballer. Seine Leidenschaft für Bücher teilen nur die wenigsten Profis. Doch auch auf dem Rasen hat der Mittelfeldspieler besondere Fähigkeiten. Trainer Adi Hütter schätzt die Laufstärke und Kreativität des Portugiesen. 


Einen Spitznamen hat Geraldes bereits nach wenigen Tagen, die Kollegen nennen ihn "Chico". Mit den spanisch sprechenden Mitspielern scheint er sich bereits angefreundet zu haben. "Vor allem die Mexikaner sind super Typen", sagte Geraldes der Frankfurter Rundschau. Gemeint sind damit die beiden WM-Fahrer Marco Fabian und Carlos Salcedo. Auch Goncalo Paciencia könnte die Integration des Neuzugangs erleichtern, denn zusammen spielten sie einst in der Jugendnationalmannschaft Portugals. Panciencia gab Geraldes den Spitznamen "der Bibliothekar" wegen dessen Leidenschaft für Bücher. Momentan lese er den Abenteuerroman "Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas, sagte Geraldes der hessenschau.


Keine Kaufoption für Frankfurt


Trotzdem betont der 23-Jährige, dass die Eingewöhnung noch ein wenig dauern könnte: „Für mich ist es ein neues Land und eine neuen Sprache. Das ist natürlich schwierig“, sagt Geraldes. Frankfurt ist seine erste Station außerhalb Portugals. In den vergangenen Jahren wurde er nirgends so richtig heimisch, zuletzt war er von Sporting Lissabon für ein Jahr an Rio Ave ausgeliehen, davor an Moreirense FC. Auch Frankfurt wird er im Sommer 2019 wohl wieder verlassen, da Sporting eine Kaufoption ablehnte. 

"Ich habe ein gutes Passspiel, sehr vertikal und kann Vorlagen für die Stürmer liefern", sagte Geraldes der hessenschau. Auch Coach Hütter haben die ersten Eindrücke überzeugt. "Ein sehr interessanter Spieler, der sowohl auf der Acht als auch auf der Zehn spielen kann. Chico ist ein kreativer und sehr laufstarker Akteur, der ein anderes Element in unser Spiel bringen wird. Ich verspreche mir einiges von ihm", sagte der neue Trainer aus Österreich.