Roman Bürki oder Marwin Hitz? Eine Frage, mit der sich BVB-Trainer Lucien Favre dieser Tage intensiv beschäftigt. Einer, der die beiden nur zu gut kennt, ist Patrick Foletti, Torwart-Trainer der Schweizer Nationalmannschaft. Im Interview mit dem Westfälischen Anzeiger erklärte der 44-Jährige die größten Unterschiede zwischen den Borussen-Keepern.


Roman Bürki oder Marwin Hitz? „Das ist eine 50:50-Entscheidung“, ist sich Patrick Foletti sicher. Der 44-Jährige, der die beiden Schlussmänner regelmäßig im Rahmen seines Engagements als Nati-Torwarttrainer unter seine Fittiche nimmt, sieht beim BVB ein Luxusproblem zwischen den Pfosten entstehen. So dürfen sowohl Bürki als auch Neu-Dortmunder Hitz den Anspruch als Nummer eins haben. Letzten Endes werde aber entscheidend sein, „wer in den kommenden Wochen den überzeugenderen Eindruck hinterläss“.

Während Bürki auf der Linie „hervorragend, ja sogar weltklasse“ sei und im Offensivspiel „mit dem Fuß eine unheimliche Präzision und Schärfe hat“, strahle Hitz eine „unglaubliche Ruhe“ aus und ist dazu in der Lage, „eine Spielsituation recht gut zu lesen.“ Bei beiden sieht Foletti allerdings auch noch Luft nach oben. „Bei allem, was im Raum stattfindet, sehe ich bei Roman noch Potenzial. Zum Beispiel bei der Entscheidung, ob er stehenbleiben oder rausgehen soll“, erklärt er. Marwin Hitz wiederum müsse sich noch im Spielaufbau verbessern. „Da hat er nicht die gleiche Qualität wie ein Roman Bürki.“


Favres Luxusproblem: „Es ist schön, aber sicherlich auch schwieriger zu verwalten“


Doch egal, wie sich Dortmunds Cheftrainer Lucien Favre zwischen den Pfosten entscheidet: Am Ende wird, laut Foletti, ein hervorragender Keeper im Tor stehen. „Die Unterschiede sind so minimal. Man könnte die Augen zumachen und auf einen der beiden zeigen. Das ist ein Luxusproblem. Aber genau das war ja auch das Ziel der Dortmunder, zwei Top-Torhüter im Kader zu haben. Es ist schön, aber sicherlich auch schwieriger zu verwalten.“