​Während seine Teamkollegen beim ​3:1-Tespielerfolg gegen Basaksehir Istanbul weiter Wettkampfpraxis sammeln konnten, war Christian Gentner zum Zusehen verdammt. Der Kapitän des ​VfB Stuttgart zog sich vor zwei Wochen bei einem Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten FV Illertissen eine Knieprellung zu und wird erst langsam wieder an die Belastungen herangeführt.


Bis zum Freitag erarbeiten sich die Profis des VfB bei ihrem Trainingslager am Chiemsee wichtige Grundlagen für die kräftezehrende Saison. Ausgerechnet in dieser wichtigen Phase auszufallen, fällt auch einem so erfahrenen Spieler wie dem 32-Jährigen nicht leicht. Dennoch ist nun Geduld gefragt, um nicht eine noch folgenschwerere Verletzung am Knie zu provozieren.

So erklärte VfB-Cheftrainer ​Tayfun Korkut im Anschluss an die Partie gegen die türkische Mannschaft am Montag, dass es dem Deutschen "schon besser" gehe, man dennoch nichts überstürzen und ihn daher nicht zu früh wieder ins Mannschaftstraining aufnehmen wolle. "Wir gehen sehr vorsichtig damit um, weil wir wissen, wie wichtig er für uns ist", so der 44-Jährige.


Am Mittwochvormittag konnte der ehemalige Nationalspieler jedoch wieder einige Runden auf dem Rasen drehen. Dabei konnte er gemeinsam mit Holger Badstuber und Santiago Ascacibar sogar einige Sprintübungen absolvieren. Noch mehr dürfte sich der variabel einsetzbare Mittelfeldspieler aber darüber gefreut haben, dass er wieder erste lockere Übungen mit dem Ball abspulen durfte.

In der vergangenen Saison wurde Gentner nach dem Amtsantritt von Korkut vom defensiven Mittelfeld auf die rechte Außenbahn umgestellt. Dabei machte der gebürtige Nürtinger zumeist eine exzellente Figur und konnte vor allem auch durch exzellente Ausdauerwerte überzeugen. So war der Routinier trotz seines Alters oft der Spieler, der mit die meisten Kilometer aller Akteure abriss. Gerade in dieser Hinsicht ist es umso wichtiger, dass der Schwabe wieder topfit wird.