​Der ​FC Bayern München gehört zu den mächtigsten Vereinen auf der Welt, was die Bosse des Rekordmeisters sagen, findet Gehör und hat Gewicht. In einem Interview mit der SportBild sprach Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz-Rummenigge über den Fall "Mesut Özil", kritisierte dabei speziell seine Berater und verriet, dass der Spielmacher nie ein Thema bei den Münchenern war.


Die Personalie Özil polarisiert in Deutschland, vermutlich auch europaweit seit Monaten, spätestens nach dem Rücktritt des Offensivmannes aus der deutschen Nationalmannschaft ging das Thema jedoch durch die Decke. Immer mehr Fußball-Fans, Politiker und Prominente sagten zuletzt, dass die Kritik am Spieler vom FC Arsenal, der auch türkische Wurzeln besitzt, rassistisch motiviert ist. 


Wie eine Märchenstunde 


Rummenigge kann diese Position absolut nicht nachvollziehen und kritisiert dabei auch die Berater von Özil. Er sagte: „Bitte: Er ist doch nicht kritisiert worden, weil er türkischer Abstammung ist. Das ist eine Fabel, die von seinen Beratern erzählt wird." Und weiter: "Das geht mir ohnehin zunehmend auf die Nerven: Die Berater geben heute immer mehr die Statements und die Interviews. Das ist teilweise wie Märchenstunde." 

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Genervt von Mesut Özil: Karl-Heinz Rummenigge


Rummenigge erklärte zudem, dass man nie mit den Beratern des Spielers gesprochen hat und wies damit sämtliche Gerüchte aus der Vergangenheit zurück. Unter anderem soll vor einigen Jahren Ex-Trainer Louis Van Gaal ein Auge auf Özil geworfen haben und wollte ihn unbedingt verpflichten. Rummenigge sagte: „Auf dem Ohr waren Uli und ich immer taub. Das war nie ein Spieler, mit dem wir uns auch nur zu einem Prozent beschäftigt haben. Nie!“ Und weiter: „Wenn wir in London gespielt haben, hat Uli immer gesagt: ‚Hoffentlich spielt der heute‘.“