Von der Qualität seines Kaders ist Heiko Herrlich vollends überzeugt. Rundum zufrieden ist der Cheftrainer von ​Bayer Leverkusen aber nicht. Vielmehr bekrittelt er die fehlende Konstanz seiner Spieler in der vergangenen Saison. Das müsse sich ändern, sagt er.


Angesprochen von der Sport Bild, ob Bayer Leverkusen über den zweitbesten Kader hinter dem ​FC Bayern verfüge, antwortet Heiko Herrlich verhalten. Obwohl der Werksklub mit Kai Havertz, Julian Brandt, Jonathan Tah, Leon Bailey oder Paulinho über eine Reihe von talentierten Fußballern verfüge, habe man deswegen mitnichten den zweitbesten Kader der Liga. „Das halte ich für eine gewagte Schlussfolgerung“, diktiert Herrlich.


Leverkusen habe Spieler mit „sehr viel Potenzial“, führt der Trainer aus. Trotzdem unterlag seine Mannschaft in der vergangenen Saison gewissen Leistungsschwankungen. Herrlich: „Viele haben die Messlatte in einigen Spielen hoch gelegt, aber es fehlte die Konstanz.“ Das müsse sich ändern, sagt er.

Bayer Leverkusen Training Camp

Heiko Herrlich sieht noch Verbesserungsbedarf


Um das zu ändern, so der Bayer-Coach, würden wichtige Eigenschaften dazugehören. Der Übungsleiter führt diese an dem Beispiel Philipp Lahm an. Dieser sei 2010 mit dem FC Bayern zum dritten Mal Deutscher Meister geworden. „Was macht er: Er putzt sich den Mund ab und bleibt hungrig. Jahr für Jahr, nach jeder gewonnenen Meisterschaft“, so Herrlich.


Mit 55 Punkten schloss Leverkusen die vergangene Saison als Tabellenfünfter der Bundesliga ab und qualifizierte sich somit direkt für die Gruppenphase der Europa League. Königstransfer in diesem Sommer war ​der erst 18-jährige Brasilianer Paulinho, der mit 18,5 Millionen Euro Ablöse zu Buche schlägt.