Nur noch für diese Saison läuft die Arbeitsvereinbarung zwischen André Breitenreiter und Hannover 96. Versuche einer Ausdehnung der Zusammenarbeit mündeten bisher nicht im Erfolg. Inzwischen übt der Cheftrainer der Roten Druck auf die Vereinsverantwortlichen aus – und lässt auch kritische Worte anklingen.


André Breitenreiter ist einer der Väter des Erfolgs bei ​Hannover 96. Mit dem ehemalige Schalke-Übungsleiter realisierten die Roten erst die Rückkehr in die Bundesliga, um im Anschluss als einer der Abstiegskandidaten auf dem 13. Tabellenrang eine zufriedenstellende Saison abzuschließen.


Schon seit Längerem ist klar, dass Hannover mit Breitenreiter verlängern möchte. Die derzeitige Zusammenarbeit läuft in einem Jahr aus. Laut Bild soll der Trainer die erste Offerte abgelehnt haben, sie sei ihm „zu schlecht“ gewesen, schreibt die Zeitung. Breitenreiter vermisse in den angebotenen Zahlen die Wertschätzung an seiner Arbeit.

Hannover 96 v Wacker Nordhausen - Pre-Season Friendly

Fühlt sich nicht wertgeschätzt: 96-Trainer André Breitenreiter 


Nachdem Breitenreiter veranlasste, die Infrastruktur bei 96 zu verbessern (Trainingsplätze, Flutlicht, Kabinen, zweiter Video-Analyst, etc.), scheint nun das Geld für seine Verlängerung zu fehlen. Unterdessen soll auch die Laufzeit seines neuen Vertrags einer der Knackpunkte sein.

Der 44-Jährige findet zudem deutliche Worte im Hinblick auf die bisherige Personalpolitik. 


Breitenreiter: „Es fehlt ein Innenverteidiger“


Insbesondere die fehlende Breite des Kaders ist dem Coach ein Dorn im Auge. „Wir können z.B. nicht Dreierkette trainieren, weil wir keine zwei Dreierketten zusammen bekommen. Andere Vereine haben acht Innenverteidiger. Es fehlt bei uns ein Innenverteidiger“, so Breitenreiter. Er wolle nichts erzwingen, er könne nur auf die Notwendigkeit hinweisen.


Waldemar Anton, Kevin Wimmer, Felipe und Josip Elez stehen Breitenreiter derzeit zur Verfügung. ​Timo Hübers fällt als weitere Option vorerst aus. Zum Thema werden könnten unter anderem die beiden vereinslosen Zentralverteidiger Philipp Wollscheid und Robert Huth.